USA vegetarisch


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Erschienen: 26. September 2016 , Seiten: 272, Größe: 240 x 190 cm
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Das Kochbuch

Burger, Steaks, Fett und Zucker. Das kulinarische Bild, das die meisten von den USA haben, ist relativ eindeutig. Eindeutig negativ. Höchste Zeit, mit diesem Vorurteil mal aufzuräumen. Und mit 150 (!) Rezepten zu zeigen, wie groß die Vielfalt der US-amerikanischen Küche wirklich ist: mit italienischen, asiatischen, jüdischen und vielen anderen Einwanderer-Einflüssen. Und zu zeigen, dass diese Vielfalt kein Fleisch braucht. Diesem Kochbuch gelingt dies auf hervorragende Weise.

Und wer mehr zur Entstehung des Buches erfahren möchte und welche Rolle Sklaven für manche Rezepte gespielt haben, der liest am besten auch das Interview mit Oliver Trific. Es steht unten am Ende der Rezension!

Der Autor

Oliver Trific hat 22 Jahre seines Lebens in den USA verbracht, elf als Kind, elf als Koch. Beste Voraussetzungen also, ein amerikanisches Kochbuch zu schreiben. Zuvor hat er Rezepte für „Essen&Trinken“ entwickelt, als Foodstylist gearbeitet und betreibt in Sichtweite der Hamburger Speicherstadt das sehr empfehlenswerte Restaurant „Trific Holzbrücke 7“.

Die Zielgruppe

Wie so oft bei guten vegetarischen Kochbüchern muss man überhaupt kein Vegetarier sein, um an diesem Werk Freude zu haben. Viel wichtiger sind Aufgeschlossenheit und die Lust, Neues kennen zu lernen.

Die Rezepte

..spannen den Bogen über die gesamte kulinarische Landschaft Amerikas, von den California Sushi-Rolls, über die Reiskrapfen aus New-Orleans bis zum gedeckten Heidelbeer-Kuchen. Eine richtig schöne kulinarische Rundreise. Und ja: die überbackenen „Nachos Grande“ sind auch dabei.

Der Schwierigkeitsgrad

..ist überwiegend leicht. Man muss also nicht drei mal überlegen, ob man nun das Buch anfässt und loslegt, sondern kann direkt starten.

Das beste Rezept

Mal wieder fällt die Wahl schwer. Aber in der Pecannuss-Tarte schmiegen sich die Nüsse des Hickory-Baumes so schön in die Creme aus Butter und braunem Zucker, dass einem beim Reinbeißen schon ein leises „oh my god“ entfahren dürfte. Und zu Trifics persönlichem Rezept muss man eigentlich nicht mehr sagen als "Mac and Cheeeeeese!"

Das Neue

Fast das gesamte Thema der vegetarischen US-amerikanischen Küche ist im Prinzip neu, zumindest in dieser Qualität. Besonders hervorheben wollen wir aber die Kurz-Texte,die bei den Rezepten stehen. Trific hat sie alle selbst geschrieben. In wenigen, knackigen Sätzen beschreibt er die Geschichte und Herkunft der Rezepte. Ziemlich herrlich, wie man auf diese Weise auch noch etwas lernt!

Die Optik

Mustergültig! Tolles (Food-)Styling von Trifics Frau Tanja in Kombination mit wunderbarer Fotografie von Ulrike Holsten. Rezepte auf der einen, ganzseitige Fotos auf der anderen Seite – perfekt!

Die Struktur

Wunderbar klar, ohne Schnickschnack. Es gibt für jede Jahreszeit ein Kapitel, das wiederum in die gängige Reihenfolge von Frühstück über Vorspeisen bis hin zum Dessert/Gebäck unterteilt ist.

Die Zutaten

...sind recht einfach erhältlich, ein gut sortierter Supermarkt sollte reichen.

Das war noch nicht alles!

...Herausgeberin Katharina hat aus dem "vegetarisch"-Thema nämlich eine ganze Reihe gemacht, deren übrige Folgen ebenfalls sehr empfehlenswert sind:

Deutschland vegetarisch
Italien vegetarisch
Österreich vegetarisch
Türkei vegetarisch

Die Wertung


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Die Hardware zum Buch:



Das Interview zum Buch:

  • „Soja-Burger? Niemals.“
    „Soja-Burger? Niemals.“ Oliver Trific hat 22 Jahre seines Lebens in den USA verbracht, elf als Kind, elf als Koch. Beste Voraussetzungen also, ein amerikanisches Kochbuch zu schreiben. Allerdings ein vegetarisches! Welche Rolle Sklaven und Ur-Einwohner bei den Rezepten gespielt haben und wie Trific das Land durch die Arbeit am Buch von einer neuen Seite kennenlernte, hat Trific uns im Interview erzählt.


Das Rezept zum Buch:

  • Mac and Cheese
    Klassiker-Alarm! Meilenweit entfernt vom neongelben Nudel-Albtraum amerikanischer Schulkantinen sind Trifics "Mac and Cheese" ein köstlicher Nudelauflauf mit knuspriger Bröselkruste. Seinen Namen erhielt das Gericht von den in Amerika typischen elbow macaroni, die kurzerhand zu „Mac“ wurden.


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Bild © Ulrike Holsten/Brandstätter Verlag
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