Brot backen in Perfektion mit Hefe

Das Plötz-Prinzip! Vollendete Ergebnisse statt Experimente


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29,95 EUR
Erschienen: 21. September 2016
Seiten: 192
Größe: 235 x 280 mm

Unsere Wertung


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Das Kochbuch

Wer „Perfektion“ in seinen Buchtitel aufnimmt, der meint es ernst. Und muss liefern. Schließlich erwartet man viel von so einem Buch. Lutz Geißler liefert. Denn dieses Buch kommt einem Standardwerk schon recht nah. Rezepte für 70 Brotklassiker zeigt Geißler in diesem Buch. Das Entscheidende: alle Rezepte sind nach festen, immer wiederkehrenden Arbeitsschritten aufgebaut.  Unser einziger Einwand gegen Höchstnoten: das ständige Umblättern zu den Grundschritten und das teilweise nötige Nachrechnen.

Der Autor

Lutz Geißler kann man getrost als Deutschlands führenden Brot-Blogger bezeichnen. Seine Netz-Heimat ist der Plötzblog, seine geografische das Erzgebirge. „Blogger“ greift bei Geißler aber eigentlich zu kurz. Denn schon seit 2008 widmet sich der ausgebildete Geologe dem Backen und geht dabei mit einer Perfektion und Akribie vor, die ihres gleichen sucht. Ein größeres Wissen, als Geißler es hat, findet man selbst bei vielen Profis nicht (mehr). Leider.

Die Zielgruppe

Mal eben ein Brot backen, das ist auch mit diesem Buch möglich. Viel eher ist es aber für alle gedacht, die sich auf Geißlers Pfad begeben wollen und sich richtig ins Thema reinknien wollen und entsprechend auch bereit sind, für ein perfektes Brot mehr Zeit zu opfern.

Die Rezepte

70 Klassiker vom Weizenbrötchen bis zum Baguette und vom Milchzopf bis zum Croissant.

Der Schwierigkeitsgrad

Dieses Buch gibt sein Bestes, um die Hürde zum Backen so niedrig wie möglich zu halten. Aber wer dem Titel des Buches folgen, also „in Perfektion“ backen möchte, der wird schnell merken, dass Brot aus viel mehr besteht als nur dem Zusammenkneten von ein paar Zutaten.

Das beste Rezept

Das kann man unmöglich sagen, schließlich ist die Brotvielfalt einfach zu groß. Aber die verschiedenen Brötchenrezepte können einem den Sonntag schon sehr gut versüßen.

Das Neue

Die Latte für diesen Aspekt liegt angesichts der vielen guten Backbücher, die es bereits gibt, ziemlich hoch. Die Systematik, Akribie und der Perfektionismus dieses Buches sind aber bemerkenswert.

Die Optik

Sehr schöne Aufnahmen der Backwaren, plausible Step by step-Fotos. An diesem Punkt gibt es nichts auszusetzen.

Die Struktur

Eine so simple wie herausragende Idee ist die Inhaltsübersicht mit kleinen Bildern aller Brotsorten. So liest man nicht nur den Namen eines Rezeptes sondern sieht auch gleich, wie es aussieht. Ansonsten könnte die Struktur noch klarer sein, die Abschnitte noch deutlicher voneinander abgesetzt und der Leser noch besser durch das Buch geführt werden. Aber diese Kritik bewegt sich bereits auf hohem Niveau.

Die Zutaten

Lutz Geißler ist großer Verfechter von Bio-Lebensmitteln. Also sollten sie die entsprechenden Mehle am besten im örtlichen Biomarkt kaufen. Natürlich geht aber auch der Supermarkt.

Das Fazit

Wenn es Geißler noch besser gelungen wäre, seinen Perfektionismus mit den Alltagsmöglichkeiten der Leser zu „kreuzen“, hätten wir dieses Buch in den erlesenen Kreis der Standardwerke gehoben. Aber auch so ist es ein bemerkenswert gutes Buch, das einen beim Brot backen ein großes Stück voran bringen kann.

Wer noch mehr wissen möchte...

...kann sich auch noch die „Warenkunde Brot" kaufen, die ebenfalls vor kurzem erschienen ist. Hier steigt Geißler jenseits von Rezepten noch tiefer ins Thema ein und widmet sich zum Beispiel auch den Zusatzstoffen, die in der industriellen Brotproduktion eingesetzt werden.


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Das Produkt zum Buch:

  • Expedition Biogetreide
    Expedition Biogetreide Ab und zu muss man sich ja auch mal abseits von Kochbüchern bilden. Und das am besten ganz praxisnah und direkt vor Ort. Deshalb waren wir vor kurzem auf dem Gut Wulksfelde. Zur „Expedition Biogetreide“. Alles Wissenswerte dazu hier.


Das Interview zum Buch:

  • Brot backen: Der Mythos vom traditionellen Handwerk
    Brot backen: Der Mythos vom traditionellen Handwerk Vor kurzem sorgte eine große Geschichte im „Stern“ für Aufregung: In „Das Märchen vom guten Brot“ schreibt Bert Gamerschlag einen Abgesang auf das deutsche Bäckerhandwerk. Viele Brote seien nur angerührte Fertigmischungen, dazu noch voll mit Zusatzstoffen. Wie schlecht ist es also wirklich um das Bäckerhandwerk bestellt? Wir haben bei Lutz Geißler nachgefragt, dem erfolgreichen Brotbackbuch-Autoren und selbsternannten „Brotpädagogen“.


Das Rezept zum Buch:

  • Butterhörnchen
    Dieses Hörnchen hat es in sich. Vor allem viel Butter. Und das macht sich geschmacklich bemerkbar. Wenn die Butter perfekt in den Teig eingeschlagen wird, sind dem Genuss kaum Grenzen gesetzt. Das braucht Übung. Aber selbst wenn es nicht perfekt gelingt, werden die Hörnchen ziemlich genau eines tun, nämlich schmecken.
  • Focaccia
    Focaccia ist ein klassisches italienisches Fladenbrot, dass in seiner Rohform als perfekte Basis für zahlreiche Toppings dient. Ob mit Kirschtomaten, karamelisierten Zwiebeln oder Mozzarella, die Möglichkeiten sind unerschöpflich.
  • Körnerbrot
    Körner und Saaten satt – ein kräftiges Brot mit hohem Vollkornanteil, einer Prise Roggen und vielen gequollenen Kürbiskernen, Sonnenblumenkernen und Leinsaat.
  • Laugenbrötchen
    Wer mag sie nicht? Belaugte Backwaren haben ihren eigenen charakteristischen Geschmack. Nur der Umgang mit der Lauge erfordert äußerste Vorsicht. Weniger reizende Alternativen schmecken aber auch nur halb so gut. Deshalb: Nur Mut!
  • Möhrenbrot
    Die geriebenen Möhren färben den Teig ganz leicht orange und bringen viel gebundenes Wasser in den Teig. Ein mildes Brot mit langer Frischhaltung. Dank Dinkelvollkornmehl hält das Brot länger satt als normales Weißbrot.


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