Das Kochbuch
Es gibt einige wenige Kochbücher, die haben sich so oft verkauft, dass sie einen Platz in den ewigen Kochbuch-Bestsellern haben. So war es auch mit „Simple“ von Yotam Ottolenghi, in dem er der einfachen, aber spannenden Alltagsküche den Weg bereitet hat. Nun ist der Nachfolger da. Und auch in ihm findet man viele Gerichte, die das Leben köstlicher machen.
Die Rezepte
Wir behaupten: Wer sich mit Kochbüchern auskennt, würde den Rezepten sehr schnell ansehen, aus wessen Küche sie stammen. Denn sie sind typisch Ottolenghi: ausdrucksstarke Gewürze, viele Gerichte aus dem Ofen, süß-saure Kombinationen (gerne auch mit Obst in herzhaften Gerichten), internationale Akzente, die sich längst nicht mehr nur auf die Levanteküche beziehen und viele „Bindestrich-Rezepte“, in denen Zutaten und Zubereitungen verwoben werden.
Einige Beispiele: Menemen, Polenta-Auflauf mit Käse und Ei, gebackene Za´atar-Tomaten mit Mascarpone, Wochenend-Pfannkuchen mit Dattelsirup-Butter, Blumenkohl-Koriander-Puffer, Brathähnchen mit Spitzkohl und Soja-Butter, Hähnchenklößchen mit Pistazien und Spinat, Blumenkohl-Soufflé-Auflauf, Röst-Blumenkohl mit Romescosauce, Miso-Pilz-Trofie, gerösteter Spitzkohl mit Chili-Knoblauch-Chips, Auberginen-Salat mit Birne und Ingwer, Heidelbeer-Orangen-Clafoutis, Limetten-Yuzu-Creme mit Sesamkrokant.
Appetit bekommen? Glauben wir.
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Der Schwierigkeitsgrad
Das Buch hätte sein Thema verfehlt, wenn die Rezepte aufwändig sind. In der Tat sind nicht alle im Handumdrehen fertig, aber besonders kompliziert wird es hier nie.
Die Zielgruppe
Aufgeschlossene, neugierige Köchinnen und Köche, die ihr Leben köstlicher machen möchten.
Die Zutaten
… findet man zum allergrößten Teil in guten (Bio-) Supermärkten. Wenn es hier und da doch mal speziell wird, dann betrifft es die Gewürze. Wenn man auf diese keinen unmittelbaren Zugriff hat, findet man sie garantiert auch online. Und wenn man seinen Gewürzschrank nicht immer weiter ausbauen möchte, behilft man sich eben mit anderen Alternativen. So kommen in dem Buch zum Beispiel unterschiedliche Chili-Sorten zum Einsatz und wenn man es da mal nicht ganz so genau nimmt, wird es einem der Autor sicherlich nicht übel nehmen.
Der Autor und sein Team
Zu Yotam Ottolenghi braucht man wohl nicht mehr viel sagen (wer trotzdem noch mehr wissen möchte, findet seine Biografie hier).
Was vielen vielleicht nicht klar ist: Hinter bzw. neben ihm steht eine ganze Mannschaft von Köchinnen und Köchen, die ihn in seiner Testkitchen unterstützen. Hervorzuheben ist Verena Lochmüller, die bei diesem Buch auch Ottolenghis offizielle Co-Autorin ist.
Die Optik
… ist identisch wie beim ersten Simple-Band. Klar, aufgeräumt, sehr appetitlich.
Das Fazit
Wir können es kurz machen: Für Ottolanghi-Fans ein Muss. Für alle anderen unbedingt ein Versuch wert.

Benjamin Cordes
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