Das Kochbuch
Dieses Kultur-Kochbuch setzt einem der wichtigsten Weihnachtsgebäcke ein Denkmal. Es ist eine sehr gelungene Mischung aus Historie und Kulinarik und behandelt alle wichtigen Aspekte rund um den Lebkuchen.
Dazu zählen neben den historischen Hintergründen, Warenkunden zu den richtigen Zutaten und ihren Qualitäten, Gespräche mit Lebkuchen-Persönlichkeiten (u.a. Freibäcker Arnd Erbel) und Rezepte mit Lebkuchen(gewürz).
Der Inhalt und die Rezepte
Es fällt angesichts des reichen Inhalts etwas schwer, den Überblick und die Struktur zu verstehen, jedes Kapitel für sich ist jedoch lesenswert.
Die Rezepte sind mal klassisch und im positiven Sinne erwartbar, mal sehr unerwartet. Beispiele sind der fränkische Sauerbraten mit Lebkuchensauce und Blaukraut, Lebkuchencurry mit Maispoularde, Kabeljau in Mandelkruste mit Lebkuchenhollandaise, Lebkuchen-Pho, Lebkuchen-Tiramisu, Lebkuchen-Gewürzbirne mit Zitronentopfen. Ein großes Geschenk ist das Elisenlebkuchen-Rezept von Arnd Erbel.
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Der Schwierigkeitsgrad
Die Rezepte sind nur in Ausnahmefällen aufwändiger.
Die Zutaten
… findet man in jedem guten (Bio-)Supermarkt. Für die Zutaten der Lebkuchen sollte man, wie auch bei allem anderen, natürlich auf beste Qualität achten.
Der Autor
Siegfried Zelnhefer war Leiter des Presse- und Informationsamts der Stadt Nürnberg. Er ist promovierter Historiker, Journalist und Autor mehrerer Bücher.
Die Optik
Sehr wertige Gestaltung mit festem Papier. Die angenehm ruhige Fotografie stammt von Katharina Pflug, die für ihre Arbeit bereits mit dem Deutschen Kochbuchpreis ausgezeichnet wurde. Die Bilder in diesem Buch würden aus unserer Sicht mit etwas mehr Helligkeit noch besser zur Geltung kommen.
Das Fazit
Dieses Buch zeigt, was Lebkuchen wirklich ist. Keine billige Süßigkeit aus dem Supermarkt, sondern Kulturgut mit echter Handwerkstradition.

Benjamin Cordes
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