
Die Kochschule im Überblick
Die Roter Hahn Kochschule ist Teil der Qualitätsmarke Roter Hahn, die für authentische bäuerliche Angebote in Südtirol steht. Neben Urlaub auf dem Bauernhof, bäuerlichen Schankbetrieben, Qualitätsprodukten vom Bauern und bäuerlichem Handwerk bildet die Kochschule die fünfte Säule dieses Konzepts. Ihr Ziel ist es, die bäuerliche Küche in den Mittelpunkt zu rücken, Wissen weiterzugeben und den Bezug zu regionalen Lebensmitteln erlebbar zu machen. Die Veranstaltungen sind so konzipiert, dass die Teilnehmenden ein mehrgängiges Menü gemeinsam zubereiten und anschließend in geselliger Atmosphäre genießen. Begleitet wird das Menü von Südtiroler Weinen.
Zutaten aus der Region
Zentral für die Kochschule ist der Grundsatz, dass alle verwendeten Zutaten zu hundert Prozent von Südtiroler Bauernhöfen stammen. Damit wird eine konsequente Regionalität gewährleistet. Saisonale Produkte aus den unterschiedlichen Lagen des Landes – von den Tälern bis hin zu den Bergregionen – bilden die Basis der Gerichte. Diese werden von erfahrenen Küchenprofis angeleitet, die sowohl die traditionelle bäuerliche Küche als auch moderne Interpretationen in den Kochkursen einfließen lassen.
Kochschule mit Prinzipien
Im Manifest der Roter Hahn Kochschule sind die Leitwerte festgehalten, die das Konzept prägen. Dazu zählen die Verwurzelung in der bäuerlichen Esskultur, die Betonung von Authentizität und Nachhaltigkeit, die Freude am gemeinsamen Essen, die Wertschätzung saisonaler Frische, die Weitergabe von Wissen und handwerklichem Können sowie die Offenheit für neue Impulse. Die Kochschule versteht sich somit nicht nur als Ort des Kochens, sondern auch als Plattform für kulturellen Austausch und als Brücke zwischen bäuerlicher Tradition und zeitgemäßer Kulinarik.
Programm und thematische Schwerpunkte
Das Programm umfasst verschiedene thematische Schwerpunkte. Dazu gehören etwa Veranstaltungen unter dem Titel „Köstliches vom Berg“, bei denen regionale Spezialitäten aus alpinen Gebieten im Mittelpunkt stehen, oder „Fleisch – von Kopf bis Fuß“, in denen die ganzheitliche Verarbeitung eines Tieres gezeigt wird, einschließlich jener Teile, die in der Alltagsküche selten verwendet werden. Weitere Kurse beschäftigen sich mit saisonalem Gemüse unter dem Motto „Aus dem Gemüsegarten“ oder mit Gerichten, die die enge Verbindung zur Natur widerspiegeln. Auch klassische bäuerliche Kochtechniken wie das Braten in der Pfanne werden in eigenen Veranstaltungen aufgegriffen.
Fünf Stunden kochen, lernen und genießen
Ein typisches Kochevent in der Roter Hahn Kochschule dauert rund fünf Stunden. In dieser Zeit bereiten die Teilnehmenden gemeinsam ein Vier-Gänge-Menü zu, erhalten praktische Tipps zur Verarbeitung der Produkte und lernen, wie sich traditionelle Rezepte auch zu Hause umsetzen lassen. Abgeschlossen wird das Erlebnis mit dem gemeinsamen Essen in geselliger Runde.
Die Roter Hahn Kochschule ist damit ein Angebot, das weit über einen reinen Kochkurs hinausgeht. Sie schafft eine Verbindung von bäuerlicher Tradition, regionaler Produktvielfalt und geselligem Miteinander. Durch die konsequente Fokussierung auf heimische Zutaten, die Einbettung in ein historisches Umfeld und die Einbindung von erfahrenen Küchenprofis vermittelt sie nicht nur Kochtechniken, sondern auch ein Stück Südtiroler Esskultur in authentischer Form.
Kochen auf dem Förhnerhof
Die Roter Hahn Kochschule befindet sich am Föhrnerhof, einem historischen Weinhof oberhalb von Bozen. Der Hof wird bereits im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt und ist damit einer der ältesten nachweisbaren Betriebe in dieser Lage. Über viele Jahrzehnte diente er als Buschenschank, in dem Wein und einfache bäuerliche Speisen ausgeschenkt wurden. Erstmals als Weinstube dokumentiert ist der Föhrnerhof im Adressbuch von 1922. Im Jahr 1995 ging der Hof in den Besitz der Familie Bracchetti über, die ihn umfassend saniert und schrittweise weiterentwickelt hat. Heute dient er als Standort der Roter Hahn Kochschule, die in den bestehenden Strukturen eingerichtet wurde.
Die geografische Lage am Guntschnaberg ist von Weinbau geprägt. Rund um den Hof werden verschiedene Sorten kultiviert, darunter Chardonnay, Gewürztraminer, Vernatsch und Lagrein. Diese Weine stammen ausschließlich aus hofeigenem Anbau und werden von Bäuerin Karin Bracchetti gekeltert. Sie begleiten die Kochveranstaltungen und sind damit ein fester Bestandteil des kulinarischen Angebots der Kochschule.
Die Räumlichkeiten der Kochschule sind auf eine begrenzte Teilnehmerzahl ausgerichtet. Die offene Küche bietet Platz für bis zu zehn Personen sowie den jeweiligen Kursleiter. Sie ist so gestaltet, dass alle Teilnehmenden aktiv in den Kochprozess eingebunden werden können. Nach Abschluss der Zubereitung wird das Menü in der Stube des Hofes serviert. Dieser Gastraum ist traditionell ausgeführt und wird für die gemeinsame Mahlzeit genutzt. Das Essen erfolgt an einer großen Tafel, an der alle Teilnehmenden Platz finden.
Die Verbindung von historischer Bausubstanz, landwirtschaftlicher Nutzung und zeitgemäßer gastronomischer Ausbildung macht den Föhrnerhof zu einem wunderbaren Standort für die Kochschule. Er vereint die lange Geschichte eines Weinhofs mit den Anforderungen an moderne Kochkurse und bietet damit sowohl einen praktischen Rahmen für die Vermittlung von Kochtechniken als auch einen direkten Bezug zur Südtiroler Landwirtschaft und Weinkultur.
Einen guten Eindruck vom Hof und der Kochschule bekommt man in diesem Clip.
Die Köchinnen und Köche der Kochschule
Zehn Köchinnen und Köche gehören zum Team der Kochschule, darunter Sabina Waibl und Thomas Ortler. Letzterer betreibt in Glurns (Vinschgau) das wunderbare Restaurant Flurin, dessen hohes kulinarisches Niveau bis weit über die Grenzen Südtirols bekannt ist. Drei Eindrücke von vor Ort:














