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von (09. Oktober 2023, überarbeitet am 15. Januar 2026)

Hamburgs beste Restaurants: Unsere Lieblinge

In unserer großen Übersicht zeigen wir euch die besten Restaurants Hamburgs. Für jeden Anlass genau das richtige.

Bars

Puzzle Bar

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Die Puzzle Bar in der Hafencity gehört zu den Bars mit der besten Aussicht über Hamburg. Gelegen im 15. Stock bietet sie eine spektakuläre Sicht auf Hafen, Elbe und Innenstadt. Betreiber der Bar ist Sternekoch Kevin Fehling, der das mit drei Sternen ausgezeichnete „The Table“ betreibt. Es befindet sich nur ein paar Straßen weiter von der Bar.

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Die Besonderheit ist, dass viele der Drinks mit selbsthergestellten Zutaten gemixt werden. Beispiele sind der „Shiso Collins“ mit Rhabarber Vodka, Dover Shiso Likör, Zitrone, Zucker und Soda (auf dem Bild links) und der „Improved Amaretto Sour“ mit Disaronno, Four Roses Single Barrel, Palo Santo, Zitrone, Zucker, Walnuss Bitters und Eiweiß. Als Barfood gibt es u.a. ein Pulled Duck Sandwich mit gezupfter Entenkeule, Gruyére, Rotkohl, Apfelmus, Portweinbirne, Sauerteigbrot und grüner Peffer-Mayo. Die Preise sind gehoben.

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Bodenständig, französisch

Weinstube zur Traube

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Die Weinstube zur Traube ist eine Hamburger Institution. Das Lokal ist denkmal geschützt und von rustikalem Holz geprägt. Das wirkt jedoch nicht altmodisch, sondern strahlt den Charme eines echten Gastroklassikers aus. Jetzt weht hier ein frischer Wind. Theres Neuhaus und Kristian Haas haben einige namhafte Stationen hinter sich und servieren hier jetzt eine bodenständige deutsch-französische Küche.

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Ratatouille
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Spinatknödel
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Himmel und Erde

Bei unserem Besuch haben wir uns zur Vorspeise ein gutes Ratatouille geteilt. Zum Hauptgang haben die sehr guten Spinatknödel mit brauner Butter und Bergkäse ebenso überzeugt wie Himmel und Erde: Buttriges Kartoffelpüree mit geschmorter Quitte, Schalotten-Kompott und gebratener Blutwurst. Ein großer Schatz ist die Weinkarte mit mehreren hundert Positionen erstklassiger Provenienzen.

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Update: Bei einem weiteren Besuch genießen wir einen perfekt abgeschmeckten herbstlichen Salat mit Walnüssen und Sellerie, saftig geschmorten Coq au Riesling und das beste Dessert seit sehr langer Zeit: im Gewürzsud geschmorte Portweinbirne mit Sabayon und Rotweineis. Himmlisch.

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Bodenständig, international

Buddels

Die historische Deichstraße zwischen Zentrum und Hafencity gehört zu Hamburgs schönsten Flecken. In den Althamburger Bürgerhäusern befinden sich auf kurzer Strecke eine Reihe empfehlenswerter Restaurants. Eines davon ist das Buddels.

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Zum kräftig gebackenen Brot gibt es vorweg eine „Ei³“-Variation (ohne Abb.). In den drei Eierschalen befindet sich je ein sanft gegartes Ei mit Sherryrahm, Paprika-Schaum und Schnittlauchemulsion. Die Burrata wird mit gepickeltem Rhabarber und frischer Erbsencreme kombiniert.

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Bodenständig herzhaft ist das geschichtete Gratin aus hauchdünnen Kartoffelnscheiben (26 Euro), das an Pommes Anna erinnert und nach dem Garen im Ofen kross herausgebraten wurde. Ein kräftiger Käseschaum und der knackige Wildkräutersalat ergänzen üppige Cremigkeit und Frische. Dem gut gegarten Lamm (30 Euro) mit Selleriepüree, Spinat und Tomate fehlt es an Würze, was angesichts der guten Fleischqualität bedauerlich ist. In der rund 20 Seiten starken Weinkarte gibt es auch ein paar Entdeckungen zu machen, zum Beispiel den Wehlener Sonnenuhr Riesling Kabinett von Joh. Jos. Prüm.

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Bodenständig, norddeutsch

Hobenköök auf Gut Karlshöhe

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Auf dem Gut Karlshöhe im Hamburger Stadtteil Bramfeld befindet sich mit der Hobenköök ein hervorragendes Restaurant für bodenständige norddeutsche Küche. Das Restaurant, das auch Mitglied im Netzwerk Regionalwert AG ist, legt viel wert auf die saisonale und regionale Herkunft der Produkte und kocht daraus überwiegend bodenständige norddeutsche Klassiker. Drei Gänge kosten sehr faire 49 Euro.

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Zu Beginn gefallen uns sehr das rauchig abgeschmeckte Tatar mit knusprig gebratenem Brot, Portulak und eingelegten Beten. Ähnlich gut ist das norddeutsche Antipasti mit Hanf-Pesto.

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Zum Hauptgang entscheiden wir uns für zweimal Fisch: Saftig gebratener Pannfisch mit Senfsauce und knusprigen Zwiebelringen und kross gebratene Scholle Finkenwerder Art mit Speckstippe. Zu jedem Hauptgang wählt man zwei Beilagen. Wir entscheiden uns für knusprige Bratkartoffeln, Risotto mit Gurken und Senf, einen knackigen Salat und cremigen Blattspinat. Sehr gut!

Zum Abschluss gibt es cremigen Rahmpudding mit Rhabarber (ohne Bild) und eine Auswahl von norddeutschen Käsen. Ebenfalls wunderbar.

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Bodenständig, österreichisch

Weinwirtschaft Kleines Jacob

In dem historischen Haus sitzt es sich sehr gemütlich. Unter einer niedrigen Balkendecke, an rustikalen Tischen und Fenstern mit Karo-Vorhängen. Bei sommerlichen Temperaturen hat auch die hübsche Terrasse auf. Auf der Karte finden sich praktisch ausschließlich Klassiker.

 

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Das „Schmankerl Brett“ besteht aus diversen Wurstspezialitäten und einem kräftigen Bergkäse, dazu kommen Senf, Kren, Essiggurke und Radi. Der Kopfsalat wird mit Radieschen-Scheiben, Kürbisgernen und angebratenen Knödelscheiben kombiniert.

 

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Das Schulterscherzel ist gut geschmort, dazu gibt es eine Schmorsauce, sautierte Pfifferlingen und Semmelknödelscheiben. Zu den Schlutzkrapfen gibt es Spinat und Schnittlauchbutter.

 

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Zum Schluss macht der Kaiserschmarrn mit knusprig karamellisierter Kruste, Zwetschgenröster und VanilleeisSpaß, auch der Topfenschaum mit Streuseln ist gut.

Website, Artikel im Hamburger Abendblatt (€)

 

Chinesisch, Streetfood

Cyn Cyn

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Das Cyn Cyn bringt einen großen Streetfood Trend aus China zu uns: Handgezogene Nudeln, mit köstlichen Beilagen und würziger Brühe mit einem Kick Schärfe. Wir wählen die vegane Variante (13,90 Euro) mit Pak Choi, Spitzkohl, Enoki-Pilzen, Ingwer, gebratenen Auberginen, frittiertem Tofu und Chili Öl. Die tief aromatische Brühe wärmt uns, die Schärfe ist genau richtig dosiert, die Nudeln machen glücklich und Tofu und Aubergine sind perfekt zubereitet.

Instagram, Artikel im Hamburger Abendblatt

 

Experimentell

Erdbeerfressender Drache

Ein Restaurant, das sich in keine richtige Schublade stecken lässt, ist der „Erdbeerfressende Drache“ an der Außenalster. Thorsten Gillert kocht irgendwo zwischen Fine Dining und experimenteller Küche und stellt saisonale Produkte in den Mittelpunkt.

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Den Auftakt macht eine Zwiebeltarte mit geschmorter Zwiebel, Zwiebelcreme und säuerlichem Verjus-Sorbet. Danach folgt zweimal Fisch: Sanft confierter Lachs mit floralem Grapefruit-Bergamotte-Sud und Adlerfisch in Orangen-Safran-Sauce mit Artischocken. Alle Garpunkte stimmen, die Aromen mit Säure und Bitterkeit sind häufig bis an die Kante abgeschmeckt. Langweilig ist hier kein Gericht. Aber auch nicht immer jedermanns Sache.

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Vegetarischer Hauptgang ist eine wundervolle Mischung aus Waldpilzen (u.a. Krause Glucke) mit zweierlei Bohnen und Schmorbirne. Auf ähnlichem Niveau ist die Ente unterwegs: als knusprig gebratene Brust, zweierlei Kürbis (Butternut und Muskat), ein Wan Tan aus der Keule und geröstete Kürbiskerne. Zum Dessert gibt es eine geschmorte Birne mit intensivem Kardamom-Eis. Sehr gut.

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Fisch & Seafood

Fischbrötchen

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Das Angebot an Fischbrötchen ist in Hamburg riesig. Aber Qualität zu finden, ist manchmal nicht ganz leicht. Dies sind unsere drei Empfehlungen für hervorragende Fischbrötchen, von links nach rechts:
Im Fleetschlösschen zwischen Speicherstadt und Hafencity überzeugt das Backfischbrötchen mit einem guten Brötchen, einem perfekt ausgebackenen Seelachs in hauchdünnem Backteig, frischem Salat und guter Remoulade.
Im Underdocks werden Fischbrötchen neu interpretiert: Im von außen (!) knusprig gebratenen Sandwich-Brot mit Sesam liegen drei Würfel mit äußerst knusprigem Backfisch, dazu gibt es etwas Salat und die hausgemachte Remoulade. In Sachen Crunch macht diesem Brötchen keines etwas vor.
Große Haie Kleine Fische - mitten auf dem Kiez liegt diese herrlich bodenständige Mischung aus Kiosk und Imbiss. Und man staunt, was es hier für eine Qualität gibt: Ein knackfrisches Brötchen, innen mit Butter (!) bestrichen, dazu ein hervorragendes Bismarckfilet, frischer Salat und obendrauf noch frisch gezupfter Dill.

Fleetschlösschen, Underdocks, Große Haie Kleine Fische

 

Frischeparadies

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Das Frischeparadies an der großen Elbstraße ist der perfekte Ort, um den Einkauf hervorragender Lebensmittel mit einem herrlichen Mittagessen zu verbinden. Am besten schmecken dabei im Bistro die Fischgerichte, kein Wunder angesichts der Nähe zur nur wenige Meter entfernten Fischtheke. Unser Fischteller mit drei verschiedenen Fischfilets (Rotbarsch, Kabeljau und Seeteufel), Erbsenpürre, Pfifferlingen und Krustentiersauce war jedenfalls ein großes Vergnügen.

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Rive Fish & Faible

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Das Rive liegt direkt an Elbe und Fischmarkt, beste Voraussetzungen also für Fisch und Meeresfrüchte guter Qualität und mit guter Zubereitung. Man sitzt entweder in dem weitläufigen Innenraum mit rundum verglaster Front oder bei gutem Wetter auf der Terrasse, die direkt an die Kaikante und das Kreuzfahrtterminal grenzt.

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Unsere Vorspeisen: Meeresfrüchte-Tagliarini mit Garnele, Calamari, Pulpo, Hummerbisque & Piment d´Espelette (21,50 Euro) // Bärlauch-Agnolotto mit zweierlei Spargel, jungen Erbsen, Spitzmorcheltapenade und Verjus (21,50 Euro)

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Unsere Hauptgänge: Pulpo mit Sobrasada-Risotto, grünem Spargel, Tomaten-Fenchelkonfit & Amalfi-Zitrone (39,90 Euro) // Rotgarnelen im Ganzen gebraten mit Basilikum, Salzzitrone, Krustentier-Aioli & Pommes Frites (36,50 Euro)

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Original Beans „Esmeraldas Dark” als Mousse mit Passionsfruchtcloulis, Pistaziencrem & Safraneis (16,00 Euro)
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XO Seafood Bar

Mitten auf dem Kiez von St. Pauli, in der Paul-Roosen-Straße hat Gastronom Fabio Haebel seine zwei Restaurants. Das Sternerestaurant „haebel“ (1 Stern) und gegenüber die XO Seafoodbar (1 grüner Stern im Guide Michelin). Beide stehen für eine moderne, zeitgemäße Gastronomie, die mit verantwortungsbewussten Lieferanten und handwerklichem Anspruch arbeitet.

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Unser Besuch startet mit gutem saftigen Brot, dazu gibt es Miso-Butter mit Chili-Öl und vegetarischen Kaviar aus Algen. Ein fast schon legendäres Gericht ist hier die „Pasta Krabbe“ mit bissfesten Spaghetti, intensiver Krustentiersauce und Nordseekrabben. Viele werden dieses Gericht aus einer Folge der Mälzer-Serie „Kitchen Impossible“ kennen. Ebenso aromatisch: die BBQ-Clams mit Miso-Sesam-Mayo und Radicchio. Schade, dass an diesem Abend keine Zeit mehr für den Coup Denmark Royal mit Vanille-Eis, Chantilly, Schokolade und Kaviar bleibt.

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Französisch-asiatisch

Madame Hu

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Zwischen Sternschanze und St. Pauli in unmittelbarer Nähe zum Neuen Pferdemarkt gibt es eines der ungewöhnlichsten Restaurants Hamburgs. Mit französisch-asiatischem Namen, einem deutsch-chinesischem Mutter-Tochter-Duo in Küche und Service und Gerichten, die Frankreich und China miteinander verbinden oder nebeneinanderstellen. Wir erleben einen qualitativ wechselhaften Abend, die Dumplings mit Schweinefüllung (15 Euro) und die Vorspeisenvariation (17,50 Euro) mit einigen asiatischen Highlights bleiben aber sehr positiv in Erinnerung. Enthusiasten haben Spaß an der Weinkarte mit einigen Weinen, die man hier eher nicht erwarten würde.

Website, Instagram, Bericht bei Julien Walther / Trois Etoiles


Französisch-indisch

Kaalia

Das Restaurant Kaalia an der Rentzelstraße im Grindelviertel (Stadtteil Rotherbaum) ist eine spannende Verbindung verschiedener Ansätze: Anspruchsvolle französisch geprägte Küche (in Bezug auf Handwerk, Zubereitungsarten) mit indischen Akzenten, saisonale Ausrichtung mit vorbildlich verantwortungsvollem Einkauf der Produkte aus der Region. Das ist das gemeinsame Werk von Wiebke Basse und Ulf Lindeholz. Zur Auswahl stehen ein Menü mit Fleisch und ein vegetarisches. Vier Gänge kosten zwischen 70 und 80 Euro, drei Gänge rund 60 Euro.

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Vorweg gibt es als Snack eine Stück knusprig gebratene Polenta mit Bergkäse (von Jamai Laibspeis) mit Curryöl. Danach folgt eine Variation bunter Karotten mit knusprigem Reis und Vadouvan. Ein Stück vom Rothirsch (von Elbwild) liegt unter hauchdünnen Scheiben von Roter Bete, gebettet ist das rosa gegarte Fleisch in einem intensiven Pilzsud.

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Ein großer Genuss ist das saftig und kross gebratene Stück vom Elbzander (von Fischfeinkost Baier) auf cremigem Buchweizen, feinen Scheiben vom Mairübchen mit süffiger Sauce und würzigem Bärlauchöl. Das köstliche Dessert ist ein Eis aus einem mit Karamell-Milch angesetzem Joghurt, aufgeschlagenem Schmand und fein-buttrigen Sablés.

Großes Kino in einem sehr kleinen Restaurant. Reservierung daher unbedingt empfohlen.

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Frühstück

The Morgenmuffel

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Er es herzhaft und süffig mag, der frühstückt in Hamburg am besten im „The Morgenmuffel“ in Eppendorf. In den schönen Räumen mit historischen Kacheln gibt den ganzen Tag lang Gerichte aus diesen drei Rubriken: „Savoury", „Eggs“ und „Sweets“.

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Beispiele sind die guten „Eggs Benedict“ mit hausgemachter, buttriger Sauce Hollandaise und knusprigem Speck oder der „Bun´n´Roll Burger“ mit Croissant-Bun, würzigem Rindfleisch-Patty, Mayo, Cheddar, rohen weißen Zwiebeln und Pommes.

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Aus der süßen Abteilung kommen hervorragende Bananan-Pancakes mit reifen Bananen, vielen Walnüssen, Zimt-Zucker und leicht salziger Karamell-Sauce. Ebenfalls großzügig portioniert ist der French Toast mit Blaubeer-Sauce und Cheesecake-Schaum.

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Gutbürgerlich

Wohlers

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Direkt am Wohlers Park liegt das „Wohlers“. Ein sehr lebhaftes Restaurant, indem viele Gruppen den Abend feiern. Entsprechend laut kann es hier auch mal sein. Aus der Küche kommt solide klassische Küche wie Grünkohl und Schnitze und ein paar europäische Gerichte.

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Das 3-Gänge Menü (52 Euro) besteht aus Entenrilette mit Feldsalat, Coq au vin und Joghurt-Orangen-Tarte mit Schokoladenmousse. Keine kulinarischen Höhenflüge, aber für gesellige Abende eine gute Wahl.

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Indisch

Authentikka

Das beste Restaurant für indische Küche ist das Authentikka, das es an drei Standorten gibt: Winterhude, Mitte und Schanze/Eimsbüttel. Die Currys und Tikkas sind eine Wucht und überzeugen jedes Mal auf´s Neue mit spannenden Aromen.

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Italien, klassisch

Osteria Due

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Die Osteria Due ist eine Hamburger Institution. Das Restaurant mit klassisch italienischer Küche gehört nun zum Fontenay und bietet Gerichte an, die zwar nicht besonders günstig, aber sorgfälltig zubereitet sind. Dazu gehören bei den Vorspeisen knackig gebratene Garnelen und eine knusprige Mini-Pizza mit Trüffelsalami.

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Ebenso hervorragend sind die leichte Krustentierschaumsuppe und rosa gebratene Scheiben von der Kalbsleber. Die Panna Cotta hat eine leichte Note von Limette und Vanille, dazu frische Beeren. Keine Experimente, aber zuverlässig köstlich.

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Italien, modern

Edmondo

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An den Hohen Bleichen, einer von Hamburgs edelster Adressen, befindet sich das Edmondo. In dem riesigen Saal mit pompöser Bar mit leuchtendem Marmor, mondänem Ambiente, riesiger Spirituosenwand und Sofas aus Samt isst man überwiegend sehr gute italienische Küche, abseits von italienischen Klischee-Gerichten.

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Wir wählen zum Auftakt außen verbrannten Lauch, dessen cremiges Inneres mit Haselnüssen, Kräutern und Straciatella-Käse ein würziger Traum ist. Die riesige Burrate ist ebenfalls von hervorragender Qualität.

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Herausragend sind die großen Tortelloni mit Cacio-e-Pepe-Füllung (Pecorino und Pfeffer), Garnelen-Tatar und einer sehr intensiven Krustentier-Bisque. Allerbestes Handwerk Die Tortellini mit Ribollita-Füllung sind etwas süßlich geraten und werden von einem herzhaften Parmesan-Schaum bedeckt. Für die herausragenden Pizzen nach neapolitanischer Art ist da kein Platz mehr.

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Kiosque

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Der (oder das?) Kiosque gehört zum kleinen Imperium von Gastronom Fabio Haebel und hat ein paar Häutungen hinter sich. Gestartet als Bäckerei ist es nun ein legeres italienisches Lokal mit lebhafter Atmosphäre und Marktplatz-Charakter. Hervorragende Weine (Sommelier Jonas Hauke) treffen hier auf sorgfältig zubereitete italienische Klassiker ohne Schnörkel.

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Hervorragender Auftakt: Luftig, saftige Focaccia mit weißer Bohnencreme, Olivenöl, Petersiliensalat und feiner Zitronennote.

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Auch das klassische Risotto milanese ist perfekt: cremig, körnig, hervorragend abgeschmeckt und mit der perfekten, leicht fließenden Konsistenz. Ebenfalls gut: Pasta Alfredo, eine der puristischsten Zubereitungen, die nur aus Pasta, Butter und Parmesan bestehen.

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Zum Abschluss: Hervorragendes Tiramisu und gutes Spaghetti-Eis. Hier wären jedoch mehr gefrorene Sahne unterm Eis und eine insgesamt bessere Eis-Qualität wünschenswert. Insgesamt aber sehr empfehlenswert.

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Italien, Pizza

Spezzagrano

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Das Angebot für gute neapolitanische Pizza ist in Hamburg erfreulich groß. Etwas abseits vom Zentrum in Barmbek befindet sich mit dem Spezzagrano eines der besten Restaurants für neapolitanische Pizza. Wir haben an diesem Abend zwei Pizzen genossen: „Sant’Ilario“ (19,90 Euro) mit Fior di Latte Käse, San-Marzano-Tomaten Soße, Rucola, Parmesan und Sant’Ilario-Schinken und „Zucca e Gorgonzola“ (19 Euro) mit Fior die Latte Käse, Kürbis, Kürbiscreme, Gorgonzola-Käse und Salsiccia. Zum Dessert gibt es mit dem Cremoso Cioccolato (8,90 Euro) eine cremige Verbindung aus Sahne, Mascarpone und Schokoladeneis. Ebenfalls sehr empfehlenswert: Der Online-Shop mit erstklassigen Produkten und der Pannettone, der immer zur Weihnachtszeit gebacken wird.

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Klassisch, französisch-mediterran

Oechsle

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„Durchschnitt“ heißt die kleine Straße, an der das Oechsle liegt. Aber dieser Name ist kein Motto für die Küche dieser angenehm zeitlos-modernen Gaststätte. Küchenchef und Inhaber Christian Planko hat zuvor in den Hotels Atlantic und Vier Jahreszeiten gekocht und das hohe Küchenniveau setzt er hier fort. Aus seiner Küche kommen klassische Gerichte, gerne deutsch/europäisch oder mit französisch-mediterranem Einschlag.

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Zum Auftakt genießen wir ein würziges Risotto aus schwarzem Venere-Reis mit gebratenen Kräuterseitlingen, cremiger Mandelsauce, Stängelbrokkoli und Brokkoli-Püree. Die zweite Vorspeise ist eine sehr gut abgeschmeckte Gazpacho mit knackigen, aromatischen Garnelen.

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Ein Highlight in den Hauptgängen ist das zarte Metzgerstück vom Rind (auch als Teres Major bekannt) mit Kohlrabipüree, sehr gut abgeschmecktem Wurzelgemüse, Kohlrabi-Püree, gebratenen Austernpilzen und Café de Paris-Sauce nach bester Handwerkskunst.

Der Spargel ist hier eine Bank, dazu gibt es frisch aufgeschlagene Sauce Hollandaise (man hörte den Schlagkessel aus der Küche), buttrige Kartoffeln und ein rosa gebratenes Kalbsrückensteak.

Zum Abschluss hat uns der Cheesecake mit feinem Vanille-Orangen-Aroma sehr gut gefallen.

 

Koreanisch

Seoul 1988

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Das aus unserer Sicht beste Restaurant in Hamburg für koreanische Küche ist das Seoul 1988, das es an zwei Standorten gibt: in der Müggenkampstraße (Stadtteill Eimsbüttel) und in der Mohlenhofstraße (Innenstadt).

Bei unserem Besuch in Eimsbüttel empfängt uns das Restaurant mit lebhafter Atmosphärer und einfacher, aber stimmiger Einrichtung. Die vielen Tischgrills sorgen für einige Emissionen, aber das nimmt man hier gerne in Kauf. Die Klamotten müssen hinterher allerdings in die Wäsche.

Aus der Karte wählen wir zwei Vorspeisen und zwei Hauptgerichte.

 

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Gurke, Sprossen und Kimchi
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Frittierte Teigtaschen

Zu Beginn schmecken die knusprig frittierten Teigtaschen mit Schweinefleisch (9 Euro), die man in eine würzige Soja-Sauce tunkt. Der Mais (9 Euro, siehe Bild unten), der mit Unmengen Käse überbacken ist, wirkt eher wenig koreanisch, schmeckt aber. Dazu gibt es knackige Gurkenscheiben und Sojasprossen, beide mit Sesamöl mariniert, und scharfes Kimchi.

 

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Bibimbab
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Frittiertes Huhn und Mais mit Käse

Das Bibimbab (14,50 Euro) mit marinieren Gurken, Karotten, Rindfleisch-Streifen, Spinat, Reisnudeln und Spiegelei ist eine sättigende, vielseitige Schüssel, die man nach Belieben noch etwas nachschärfen kann.

Exzellent sind die frittierten Hühnchen-Teile (23 Euro). Die Panade superknusrig und locker, das Fleisch saftig. Die perfekte Begleitung dazu ist das koreanische Bier (4 Euro).

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Kosmopolitisch, leger

Die Tagesbar

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Die Tagesbar in Hamburgs Zentrum ist, wie der Name schon sagt, ein Restaurant für den ganzen Tag. Von mittags bis abends. Aus der Küche (Küchenchef Andreas Karagiannis) kommen sorgfältig gekochte Gerichte mit guten Zutaten, die eine gute Balance aus Klassik, etwas Avantgarde und internationalen Einflüssen vorwiegend aus dem mediterranen Raum hält.

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Zum Auftakt gibt es sehr gutes Sauerteigbrot mit aufgeschlagener Butter inkl. Schnittlauchöl. Dazu ein hervorragend abgeschmecktes Rindertatar mit Pilzmayonnaise. Zweite Vorspeise ist Skordiala, eine köstliche Creme aus Sauerteigbrot, Walnüssen und Knoblauch. Darauf ein frisches, ebenfalls perfekt abgeschmecktes Thunfisch-Tatar.

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Erster Hauptgang: großzügig portionierter Kabeljau mit Pastinakenpüree und Beurre blanc. Zweiter Hauptgang: Hervorragende Trüffelpasta. Perfekt al dente gegart, großzügig mit Trüffel bedeckt. Die hervorragenden Desserts: Cremige Namelaka (eine Art Ganache) aus hochwertiger Schokolade mit Olivenöl und Meringue mit Mascarpone-Creme und Johannisbeeren. Große Empfehlung!

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Lateinamerika

Maa deyo

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Direkt hinter der Reeperbahn und mitten auf dem Kiez befindet sich das beste Restaurant für lateinamerikanische Küche in Hamburg. Im Maa Deyo, das außen und innen mehr wie Studentenkneipe denn wie ein Restaurant wirkt, kochen Christian Orellanus und sein Team Gerichte mit spannenden Aromen, die oft vegan sind.

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Hausgemachtes Maisbrot mit Möhren-Chipotle-Alioli und Kurkuma-Soja-Alioli // „Banana de Terra“: Bananen-Gnocchi mit Süßkartoffel, Möhren, Kokos und rotem Curry // „Crudo“: südamerikanisches rohes Rindfleisch mit Tomaten, Anchovis, Kapern, Perlzwiebeln, Gewürzgurke und Senf.

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„Wau Wau“: gebackener Spitzkohl mit Jalapeño-Marmelade, Mandel, Erbsen-Guacamole, Salat // „Coli Sanchez“: Blumenkohl mit grüner Mole, Kürbis Chutney und gebackenem Mais // Banenen-Crème Brûlée mit Eis aus griechischem Joghurt.

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Leger, europäisch/international

Restaurant Klinker

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Das Restaurant Klinker in Hamburg Hoheluft in unmittelbarer Nähe zur U-Bahn-Station Hoheluftbrücke ist einer unserer ganz großen Favoriten in Hamburg. Das Lokal mit legerer Atmosphäre legt Wert auf vieles, das auch uns wichtig ist: Gute Produkte aus verantwortungsvoller Erzeugung, verarbeitet zu unkomplizierten aber immer wieder überraschenden und begeisternden Gerichten. In eine der klassischen Schubladen lässt es sich dabei nicht stecken. Das alles gibt es zu einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir entscheiden uns für das Klinker-Menü (p. P. 60 Euro). Es beinhaltet Brot, 3x2 Gänge zum Teilen und zwei Desserts. Dies sind unsere Eindrücke:

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Walnuss-Brot mit Butter
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Burrata, geschmorter Lauch

Das köstlich-knusprige Walnuss-Sesam-Brot mit saftiger Krume stammt von der Bäckerei vom Hof Wörme (Nordheide) und wird mit wechselnden Butter-Varianten serviert. Der erste der sechs Gänge ist cremige Burrata mit geschmortem Lauch, säuerlichem Sumac-Gewürz, eingelegten Zwiebeln und frischen Kräutern.

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Wirsing, Olive, Liebstöckel
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Chinakohl mit Zitrus

Weiter geht’s danach mit geschmortem Wirsing mit eingelegter Senfsaat, gehobelten grünen Oliven und einer samtigen Liebstöckel-Sauce. Einziger Fleischgang ist heute das geschmorte und dünn aufgeschnittene Rind mit Pfifferlingen, Pilzcreme und knusprigen Kartoffelwürfeln (ohne Bild). Erfrischend ist der grob geschnittene Chinakohl mit Chili- und Zitrusnoten. Herb-säuerlich und frisch.

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Spargel, Schwarzwurzel, Blutorangen-Hollandaise
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Fregola Sarda, Morchel, Eigelb, Parmesan
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Cheesecake-Mousse, gebrannte Mandel-Eis

Besonders gelungen auch der eingelegter Spargel mit ebenfalls eingelegter Schwarzwurzel mit wundervoller Blutorangen-Hollandaise und Haselnuss-Crumble. Schlusspunkt des Festmahls ist die Fregola Sarda (von Hand gerollte Pasta), cremig gekocht mit Morcheln, dazu Totentrompeten, Austernpilze und vollendet mit Eigelb und Parmesan. Als Dessert genießen wir Iles Flotantes (pochiertes aufgeschlagenes Eiweiß, ohne Bild) mit Heidelbeer-Kompott, und Vanille-Sauce (ohne Bild) und eine göttliche Cheesecakecreme mit gebranntem Mandeleis und Blutorangen-Salat.

Ohne jede Frage eines der besten Restaurants der Stadt.

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Klinkerbar

Die Klinkerbar ist so etwas wie die kleine aber ebenso erwachsene Schwester des „großen“ Klinker-Restaurants. Der Ansatz ist ähnlich: Verantwortungsvoll erzeugte Lebensmittel aus der Region und der Saison werden zu unkomplizierten Gerichten zum Teilen verarbeitet. Häufiger auch auf dem Grill. Dazu gibts eine hervorragende Auswahl an (Natur)weinen und (alkoholfreien) Drinks. Dies sind die 12 Gerichte, die wir uns geteilt haben:

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Sauerteigbrot vom Hof Wörme mit Schnittlauch-Butter / geräuchertes und gegrilltes Rote Bete Tatar mit Meerrettich / Lachsforelle mit Rhabarber.

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Gegrillter Roma-Salat mit Mayonnaise / gegrillter grüner Spargel mit Parmesan, Kapern und brauner Butter / Kohlrabi mit Haselnüssen.

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Artischocken-Tarte mit Labneh und Kräutersalat, Angolotti mit Schnittlauch und brauner Butter, Arancini mit Aioli

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3x Eis: Oxidierter Apfel, Zitrone und Wacholder / Rhabarber-Granité mit Fliederblüten und Joghurt mit Kirschkern-Öl / Tiramisu mit dunkler Schokolade, Meringue-Mascarpone-Creme und Aprikosenkernbrand.

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Legler´s

Im Legler´s sitzt man in persönlicher Atmosphäre neben dunkelblauen Wänden an Marmortischen. Die Gerichte sind international inspiriert und überzeugen mit stimmigen Kombinationen und gutem Handwerk.

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Der gegrillte Spargel (17 Euro) wird mit knackigem Castelfranco-Salat und hauchdünne Birnenscheiben kombiniert, die hellgrüne Sauce aus Estragon und Buttermilch ist dazu perfekt. Das Tatar (21 Euro) ist gut abgeschmeckt, Kräutersalat, Ajvar und Spänen von der Schweizer Käsespezialität Belper Knolle sind gute Begleiter.

 

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Die vegetarische Option ist ein mit hauchdünnem Tempurateig ausgebackener Blumenkohl (25 Euro) mit würziger Auberginencreme, Safran-Joghurt und Zhoug. Ein sehr gelungener Ausflug in die Küche des mittleren Ostens. Die Mafaldine mit saftigem Lammragout sind mächtig, aber gut gemacht.

Tagesempfehlung sind die Fregola Sarda-Pastakügelchen (36 Euro, ohne Abbildung). Dazu halbierte und gegrillte Kaisergranate, Krustentierschaum und Estragongremolata. Zu Recht das meistbestellte Gericht an diesem Abend.

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Levante

Salt&Silver Levante

Johannes Riffelmacher und Thomas Kosikowski zählen zu Hamburgs kreativsten und innovativsten Gastronomen. Sie sind gemeinsam fast um die ganze Welt gereist und bringen die Eindrücke ihrer Reisen in ihren drei Restaurants auf den Teller. Am Hafen von Sankt Paul gibt es die beiden Restaurants „Levante“ und „Lateinamerika“, in Sankt Peter Ording das „Salt&Silver am Meer“. Den gleichen Namen trägt auch das neueste und sehr empfehlenswerte Kochbuch der beiden. Wir sind an diesem Abend im „Levante“-Restaurant zu Gast und wählen das Sharing-Menü für 59 Euro pro Person. Es enthält sieben Gänge zum Teilen: 3x kalt, 3x warm und ein Dessert.

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Den beginn macht ein sehr guter abgetropfter Joghurt („Labneh“) mit geschmorter Paprika, Olivenöl und sehr gutem Brot. Ein absolutes Highlight ist das perfekt abgeschmeckte Rinder-Tatar in knuspriger Hülle mit intensiver Liebstückel-Mayonnaise und würzigem Shiso-Blatt. Köstlich auch die angedörrte Tomate mit saftigem Pfirsich und feiner Knoblauchcreme.

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Der Lauch ist weich geschmort und in mundgerechte Stücke portioniert. Man zieht ihn durch eine würzige Miso-Hollandaise und genießt dazu das knusprige Chili-Öl. Die Manti sind an diesem Abend eher italienisch inspiriert. Mit Ricotta-Füllung und perfekten gegarten Bohnen in einem buttrigen Sud. Abschließend gibt es noch einen „Taco“ aus dünnem Fladenbrot mit geschmorter Zucchini und frischen Kräutern. Das Dessert besteht aus Mandelkuchen, Johannisbeer-Eis und Rosenschaum. Unser Fazit: Sehr empfehlenswerte kreative Küche mit spannenden Einflüssen aus der Levante-Küche.

 

Mediterran-Europäisch

Cox

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Mitten in Sankt Georg an der belebten Langen Reihe liegt das „Cox“. Das atmosphärische Restaurant mit warmer Beleuchtung, kosmopolitischem Publikum und sehr herzlichem und aufmerksamem Service kocht mediterran-europäisch und hier und da auch zeitgemäß deutsch. Und das auf durchweg sehr anständtigem Nivau. Zum Auftakt haben uns die butterzart geschmorte Lammzunge mit Graupen und Wirsing sehr gefallen. Gleiches gilt für würzig-saftige Merguez auf lockerem und perfekt abgeschmecktem Couscous.

 

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Auch bei den Hauptgängen hat alles gesessen. Sowohl beim cremigen Rote Bete-Risotto mit Gorgonzola, Petersilienpesto und Röstzwiebeln, als auch bei der saftig gegarten und mit Taleggio gratiniert Maispoulardenbrust. Sie wird von Blutorangen, Radicchio und römischen Gnocchen begleitet. Die getrüffelte Kartoffel-Spinatroulade wird von süffigem Pilz-Ragout und Kräuteröl umgeben.

 

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Den Abschluss machen die Mandel-Waffeln mit Vanilleeis und Rumtopffrüchten und ein Blutorangen-Flan mit weißer Schokoladensauce und pochierter Sharon-Frucht.

Website, Instagram, Eintrag im Guide Michelin

 

Mexikanisch, Tacos

Juan sin Miedo

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In der ehemaligen Filmhauskneipe in Ottensen, direkt neben den Zeisekinos gibt es mit dem „Juan sin Miedo“ eine neue Anlaufstelle für erstklassike Tacos und andere mexikanische Gerichte. Zu den Highlights zählen die „Aguachile verde“ mit Tomatillo-Salsa, Litschis und Gurke: Perfekte Säure, Würze durch die Zwiebeln und eine angenehme Schärfe. Bei den Tacos haben wir uns für geschmorte Pilze mit Cashewcreme und Koriander und eine Variante mit geschmorter Rinderzunge und Zwiebeln entschieden. Bei den „Flautas“ zählte jene mit geschmortem Lamm und Salsa verde zu unseren Favoriten.

Website / Instagram

 

Nikkei-Küche, peruanisch-japanisch

Nikkei Nine

Das Nikkei Nine im Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten an der Binnenalster ist eines von drei Restaurants des Hauses (neben dem Haerlin** und dem Jahreszeiten Grill). Hier wird aus hochwertigen Produkten eine hervorragende peruanisch-japanische Nikkei-Küche gekocht. Wir entscheiden uns an diesem Abend für das 5-gängige Signature Menü, das für zwei Personen dankenswerter Weise in zwei Varianten serviert wird. Dies sind die Gänge:

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Schneekrabbe, Spicy Ponzu, Miso, Kimizu // Tatar vom Kalb, Gelbe Anticucho, Miso-Eigelb, Schnittlauch

 

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Tempura Garnelen, Causa, Grüner-Shiso, Furikake // Perlhuhn Gyoza, Enoki, Kujo Negi, Trüffel

 

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Gereifte Entenbrust, Aji Amarillo Karotte, Teriyaki Sauce // Koji Black Cod, Ingwer-Petersilien-Chimichurri

 

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Sushi-Variationen

 

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Grapefruit-Eis, Avocadocreme, Kokosmilch-Kuchen // Popcorn-Eis, Mandelkuchen, Zitrusfrüchte

 

Website, Instagram, Guide Michelin, Gusto Guide, Trois Etoiles

 

Patisserie

HEFERL Patisserie & Backstube

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Diana Egner hat ihre Ausbildung zur Konditorin2008 in München begonnen, seit 2020 ist sie Konditormeisterin. In der Neustadt, nah am Großneumarkt betreibt sie nun ihre eigene Patisserie mit Küchlein, Tartes und anderen aufwändig gearbeiteten Stücken. Uns überzeugten die Kombination aus luftiger Schokoladenmousse und Haselnuss ebenso wie der saftige kleine Aprikosenkuchen mit karamellisierten Mandeln.

Website, Instagram

 

Patisserie Johanna

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In einem historischen Backsteinhaus im UNESCO-Welterbe Speicherstadt befindet sich die Patisserie Johanna. Alles ist edel in gold und schwarz gehalten, die Produktion ist gläsern. Die Crookie Roll aus buttrigem Croissant-Teig ist mit hochwertiger Ganache gefüllt, piemonteser Haselnuss setzt mit hauchzarter Salzigkeit Akzente. Köstlich ist auch die Signature Choux. Das luftige Brandteiggebäck ist mit intensiver Salzkaramell-Creme gefüllt, das durch eine Pekannusspraliné noch potenziert wird. Obenauf thront eine zartschmelzende Vollmilchchantilly. Zum Augenschließen gut.

Website, Instagram

 

Peruanisch

Bodega Lima

Das Bodega Lima in einem Souterrain im Karoviertel ist aus unserer Sicht die beste Anlaufstelle für peruanisches Essen. Beste Produktqualität, hervorragende Zubereitung mit den Wurzeln in Peru und weltoffener Kreativität.

 

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Wir beginnen den Abend mit Ceviche Mixto: In Würfel geschnittener Wolfsbarsch, Gambas, Pulpo und Süßkartoffel in einer perfekt abgestimmten Leche de Tigre. Ebenso gut das Tiradito: In Scheiben geschnittener Kabeljau in cremiger, weißer Ajo Blanco (Mandelsauce), knusprig frittiertes Kartoffelstroh, Forellenkaviar, eine Salsa mit Chili, Limette und Zwiebel und Kräuteröl.

 

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Köstlich war auch der butterzart geschmorte Schweinebauch mit Süßkartoffelpüree und scharfer Tomatensalsa. Der vegane Blumenkohl wird von cremigem Erbsenpüree, Korianderöl und knusprigen Mandeln begleitet.

Website, Instagram

 

Sternerestaurant, regional-saisonal

Heimatjuwel

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Das Heimatjuwel in Hamburg-Eimsbüttel steht für eine klare saisonale, regionale Ausrichtung. Die Menüs zwischen fünf (95 Euro) und sieben Gängen (129 Euro) sind handwerklich sauber gearbeitet und basieren ausschließlich auf Produkten, die die Jahreszeit und die Region hergeben. Für klassische Luxusprodukte ist man hier falsch, dafür überzeugen Gerichte wie ein Grünkohl-Pierogi mit süffiger Miso-Hollandaise und zum Dessert ein Savarin im Gewürzsud mit gerösteten Mandeln.

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Website, Instagram

 

Streetfood, Korea

Won Chikin

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An der Osterstraße in Eimsbüttel gibt es in diesem kleinen Laden sehr leckeres koreanisches Fried Chicken. Genau das Richtige, wenn man Lust auf eine kleine Schweinerei hat. Wir haben das saftige und knusprig panierte Fleisch aus der Keule (kleine Portion 10,50 Euro) sehr genossen, ebenso die Variante mit Blumenkohl (mittlere Portion 15,50 Euro). Dazu passen der Coleslaw (3,90 Euro) das Kimchi (3,90 Euro) und die frittierten Kimchi-Teigtaschen Mandu (4,50 Euro), die leckeren Dips mit Chili, Knoblauch und Mayo und das süffige koreanische Bier Cass (4 Euro) macht alles perfekt.

Instagram, Artikel bei Mit Vergnügen, Artikel im Hamburger Abendblatt

 

Streetfood, Levante/Japan

A Wolf will never be a pet / Izakaya dokuwa

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Am Karoviertel, direkt gegenüber der Messe, gibt es zwei der spannendsten Spots Hamburgs. Zwei kleine spiegelbildlich aufgebaute Bars mit phänomenalem Streetfood. Links gibt es bei „A Wolf will never be a pet“ Naturweine und Mezze aus der Levante-Küche, rechts japanisches Streetfood vom Feinsten.

 

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Wir beginnen auf der linken Levante-Seite mit drei Köstlichkeiten: cremige Walnuss-Paprika-Creme „Muhammara“ (8 Euro), Artischocken mit Feta (12 Euro) und zart gegarte Hühnchenbrust in cremiger Walnuss-Sauce (13 Euro).

 

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Und weil wir danach immer noch Lust haben, gehen wir noch eine Tür weiter und essen Hamburgs bestes „Karaage“ (12 Euro): Knusprig frittierte Hühnchenstücke in lockerer, krosser Panada mit Mayonnaise und Zitrone. Immer wieder ein Fest.

A Wolf will never be a pet / Izakaya by Dokuwa

 

Tapas

Pan con Tomate

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Das Pan con Tomate in der Hamburger Hafencity gehört zum 2-Sterne-Restaurant bianc, das sich nur ein paar Meter weiter befindet. Folglich ist auch hier der Küchenanspruch hoch und der mediterrane Stil mit Gerichten aus Spanien und Portugal überzeugt. Drei Beispiele aus der Tapas-Karte sind das namensgebende Pan con Tomate mit Manchego-Käse (knuspriges Kristallbrot mit gewürztem, abgetropftem Tomatenpüree), sehr saftige Datteln im knusprigen Speck-Mantel und gebackene Kartoffeln (Patatas Bravas) mit rauchiger Paprika-Mayo.

Website / Instagram 

 

Zur Flottbeker Schmiede

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Der Name des Restaurants klingt zwar eher nach Schnitzel, tatsächlich gibt es in dem historischen Haus in Klein Flottbek aber sehr gute Tapas, die mal spanisch, mal portugiesisch und mal international inspiriert sind. Auf unserem Tisch standen Batatas Arrugadas mit Aioli und Paprikasauce (9 Euro), knusprig frittierte Garnelen im Salatblatt mit Guacamole, Sweet Chili und Buttercrunch (16 Euro), Süßkartoffelpommes mit Trüffelmayo (13 Euro), gebratene Chorizo mit Honig (14 Euro), gratinierter Ziegenkäse mit Walnuss, Birne und Rosmarinhonig (14 Euro), ein Auberginenauflauf mit Tomate und Parmesan (16 Euro) und sehr gute ausgelöste, knusprig gebratene und mit Piri Piri marinierte Hühnchenkeulen (17 Euro).

Website / Eintrag im Guide Michelin

 

Thailändisch

Jing Jing

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Etwas versteckt in einem Hinterhof liegt eines der beliebtesten Restaurants mit authentisch thailändischer Küche. Hier kommen auch viele Menschen aus der Gastronomie zum Essen. Auch die Bar ist für ihre guten Drinks bekannt. Wir sitzen an diesem Sommerabend draußen und genießen knusprig-fluffige Mais-Puffer „Tod Mun Khao Pod“ (Phuket) mit Koriander-Mayonnaise (9,60 Euro) und ein sehr gutes, intensiv mit Sternanis abgeschmecktes Tatar „Larb Dip Nua“ (Chiang Mai) mit Kräutersalat (15,90 Euro).

 

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Zum Hauptgang wählen wir „Pad Krapao Gai“ (Bangkok): gebratene gehackte Hühnerkeule mit heiligem Basilikum, viel Chili, Knoblauch und Spiegelei (17,60). Von den Currys nehmen wir „Gaeng Garee Man Thet“ (Bangkok): gelbes Curry, Kokos, Süßkartoffel, gegrillte Karotte und Cashewkerne (16,60 Euro). Zum Abschluss Klebreis mit Kokosschaum und Mango-Eis „Khao Niaow Ma Muang“ (11,60 Euro). 

Website, Instagram

 

Vegan

Aendre

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Das beste vegane Restaurant in Hamburg ist das Aendre in der Schlüterstraße (Grindelviertel). Das stylisch-schlicht eingerichtete Restaurant mit großer Terrasse kocht aus saisonalen Zutaten wohltuende Gerichte.

 

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Sauerteigbrot
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Blumenkohl-Variation
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Waldpilzsuppe

Bei unserem Besuch haben wir köstliches Sauerteigbrot (6 Euro) mit einer aufgeschlagenen Creme gegessen, die echter Butter sehr nahkam. Die herzhafte Waldpilzsuppe (9,50 Euro) hat uns mit tiefem Geschmack und viel Einlage überzeugt. Richtig gut auch die Blumenkohl-Variation mit dünn gehobeltem, mariniertem Blumenkohl und Blumenkohl-Creme.

 

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Topinambur-Rösti
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Karotten, Meerrettich und Mandel
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Schokoladen-Mousse

Ebenso köstlich waren die Topinambur-Kartoffel-Rösti mit Apfel-Zwiebel-Chutney (15 Euro). Knusprig die Rösti, cremig das Püree, herzhaft das Chutney. Etwas unausgewogen waren lediglich die Karotten mit Mandel und zu viel Meerrettich (16 Euro). Zum süßen Abschluss gab es luftiges, dunkles Schokoladenmousse (12 Euro) mit Meersalz und marinierter Birne. Sehr gut.

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Benjamin Cordes
geschrieben von:
Benjamin Cordes
Benjamin Cordes ist Autor und Experte für Kulinarik. Seine Filme sind im öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu sehen, seine Texte u.a. im Magazin Falstaff zu lesen. Er ist Gründer von Kaisergranat.com und Initiator des Deutschen Kochbuchpreises.

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