Toms Grillwerkstatt


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Erschienen: 20. Februar 2017 , Seiten: 240, Größe: 190 x 240 x 27 cm
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Das Kochbuch

Unkonventionell denken, unkonventionell grillen: Der Tüftler und Querdenker Tom Heinzle ist bekannt für seinen individuellen Grill-Stil. Entsprechend ist auch die Erwartung an sein Buch: dass es sich deutlich von den übrigen, meist konventionellen Grillbüchern abhebt. Denn deren Konkurrenz ist riesig. Tom Heinzle gelingt das. Denn sein Buch überzeugt uns mit kreativen Rezepten und Kombinationen, die man in anderen Grillbüchern vergeblich sucht. Aber eines haben wir vermisst...

Der Autor

Der Verlag schreibt: „Tom Heinzle wurde 1967 in Vorarlberg in Österreich geboren und ist seitdem seiner Heimat treu geblieben. Schon sehr früh entdeckte er seine Leidenschaft fürs Grillen und machte kurzerhand sein Hobby zum Beruf. Und das mit Erfolg, denn inzwischen hat er sich nicht nur einen Ruf als Genie am Rost erarbeitet, sondern darf sich mit seinem Team »Toms Grillwerkstatt« auch mehrfacher Vizewelt- meister und österreichischer Staatsmeister nennen. Bei seinen regelmäßigen Grillkursen vermittelt er Interessierten sein Wissen über BBQ, Smoken und alles, was noch dazu gehört.“

Die Zielgruppe

Ein Buch für Griller, die Lust auf Neues haben.

Die Rezepte

Die Kreativität von Heinzles Rezepten entsteht vor allem durch Elemente unterschiedlichster Länderküchen. Ergebnis sind Rezepturen verschiedenster Art wie orientalische Putenkeule, Beef Brisket, Saltimbocca vom Reh, mediterrane Garnelen und gegrillte Zwiebeln mit Rucola-Salat. Der Kalbstafelspitz aus dem Erdloch ist ein Beispiel für Heinzles Tüftler Qualitäten. Einen Eindruck bekommt man durch diese Auszüge aus dem Rezepttext: „Zunächst das Erdloch vorbereiten: Dafür eine etwa 70 cm tiefe und 50 x 70 cm große Grube aus­ heben. Den Grund der Grube mit Steinen belegen, auf diesen ein Holzfeuer entfachen und die Steine 1 Stunde mit dem Feuer aufheizen. Etwa 20 cm hoch Wiesenschnitt auf den heißen Steinen verteilen, das Päckchen darauf legen und mit 20 cm Wiesenschnitt bedecken. Etwa 20 cm Erde darauf verteilen, ein Feuer auf dem Erdloch entfachen und das Fleisch darin 3 Stunden schmoren.“
Aber keine Sorge, so aufwändig sind nur die allerwenigsten der Rezepte, das meiste lässt sich mit normalem Aufwand bewältigen.

Der Schwierigkeitsgrad

Da Heinzle, wie beschrieben, auf seine aufwändigeren Rezepturen überwiegend verzichtet hat, lassen sich die meisten dieser Rezepte problemlos mit Basiswissen nachgrillen. Auch spontan. Große Ausnahme ist natürlich das Kalbstafelspitz aus dem Erdloch.

Das beste Rezept

„Grand Muh“ ist für Heinzle das beste Steak der Welt. Dahinter stecken Kühe im Alter von 8-15 Jahren, die alt genug sind um aromatisches, gut durchwachsenes Fleisch zu haben. Im Buch zeigt Heinzle dazu ein einfaches, puristisches Rezept für ein Rumpsteak und Paprikagemüse, das mit Salzzitrone gewürzt ist.

Das Neue

Dies ist das Manko des Buches. Wie gerne hätten wir noch mehr in Heinzles Trickkiste und seinen reichen Fundus an kreativen Rezepten geblickt. Fehlte der Mut, diese Linie noch konsequenter durchzuziehen? Ist es ein Kompromiss, um die Zielgruppe nicht zu sehr einzuschränken?

Die Optik

An ihr gibt es nicht viel auszusetzen. Der Mix verschiedener Schrifttypen und -größen ist vielleicht Geschmackssache, geht aber nicht zu Lasten von Orientierung und Lesbarkeit. Die ganzseitigen Fotos sind kraftvoll und lassen es schon etwas in den Fingern kribbeln...Wer da nicht direkt loslegen möchte!

Die Struktur

Das Buch beginnt mit einer Einführung in die wichtigsten Grill-Basics, leider relativ konventionell, mit geringem Neuigkeitswert und u.a. mit der Frage ob man nun mit Gas oder Kohle grillen soll (Antwort: es geht beides). Danach folgt der wesentlich spannendere Teil, die Rezepte: Würzmischungen, Butter und Saucen / Fingerfood und Vorspeisen / Veggies / Aus Fluss, Meer & See / Geflügel / Schwein / Rind&Kalb / Lamm & Wild / Desserts.

Die Zutaten

...sind kein Problem. Aber Sie wissen ja: Fleisch und Fisch gibt’s im Fachgeschäft am besten!

Das Fazit

Ein bisschen schade ist es schon, dass Heinzle sich nicht noch stärker getraut hat, seinen originellen Grill-Stil zu zeigen. Das ändert aber einerseits nichts an der Qualität der Rezepte und sorgt andererseits dafür, dass jeder mit diesem Buch etwas anfangen kann. Und so ist dieses Buch durchaus eine Bereicherung für die eigene Grillbuchsammlung...

Der Trailer zum Kochbuch

Die Wertung


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Die Hardware zum Buch:



Das Rezept zum Buch:

  • Porterhouse-Steak
    „Dieses Rezept ist an die berühmte »Bistecca orentina« angelehnt, die ich schon öfters in der Toskana gegessen habe. Die gegrillten Zwiebeln geben dem Gericht noch einen gewissen Kick. Ich verwende für meine Version ein Dry-Aged-Porterhouse. Für einen perfekten Gargrad ist hier übrigens ein Kerntemperaturmesser empfehlenswert“, sagt Tom Heinzle.


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