New York Desserts

Die süße Seite des Big Apple


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Erschienen: 8. Mai 2018 , Seiten: 240, Größe: 190 x 251 cm
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Das Kochbuch

Yasmin Newmann hat sich auf eine genussvolle Reise begeben. Von Australien in die USA. Drei Monate hat sie in New York City verbracht um dessen süße Seite kennen zu lernen. Und zwar alles von ihr. In Zahlen: 91 Tage, 169 Anlaufstellen, 373 Desserts, macht pro Tag 4,1 Desserts. Die Kalorien hat sie nicht gezählt. Herausgekommen ist ein Buch, das viel viel mehr als nur eine Rezeptsammlung ist. Es ist Kochbuch, Portrait und Chronik zugleich.

Das Thema

Newman zeigt in ihrem Buch aber nicht nur die Rezepte sondern gibt auch eine tolle Einführung in die Geschichte der US-Metropole, die schon immer an der Spitze kulinarischer Innovation stand. Und dessen Dessertgeschichte von Immigration und kulturellem Austausch geprägt sei, wie sie schreibt. Dort gab es nicht nur schon immer eigene Kreationen wie den New York Cheesecake sondern ab den 60ern auch Einflüsse der Migranten: jüdische Bäckereien buken Rugelach und Babka, chinesische Bun Shops Custard Tarts und mexikanische Panaderias „Tres Leches“-Kuchen. Es gab die 90er Jahre mit New Age-Bäckereien, die nur Bio-Getreide verwendeten und nun eine neue Generation, die zum Teil kuriose Auswüchse wie den Cronut, die berühmten Kreuzung aus Croissant und Donut, hervorgebracht hat. Die Vielfalt ist dabei aber so groß wie die Stadt mit ihren 8 Millionen Einwohnern, 100 Ethnien und etwa 250 Wohnvierteln. Mainstream und Avantgarde, Konvention und Innovation, Machtstreben und Gemeinschaftssinn, sie alle haben ihre kulinarischen Spuren hinterlassen. Yasmin Newman hat all das hervorragend aufgeschrieben.

Der Aufbau

Dieses Buch ist sehr vielseitig. Es beginnt mit Dessert-Reisetipps für den perfekt geplanten Exzess (Pensum festlegen, bequeme Klamotten tragen). Die weiteren Kapitel sind nach Themen geordnet: Doughnuts, Cookies und Bars / Pastries, Buns & Bites / Cakes, Pies & Puddings / Ice Cream & Drinks / Plated & Created. Dazu gibt es Rezepte, Geschäfte, Persönlichkeiten und Portraits ausgewählter Läden, die das Ganze sehr rund machen. Das Einzige, was fehlt, ist ein Tipp, wie man mit den Kalorien und dem vielen Zucker klarkommen soll. Aber das Risiko sollte man eingehen.

Die Rezepte

...geben einen authentischen und ausführlichen Eindruck der süßen Seite des Big-Apple wieder. Kein Klassiker, der hier fehlen würde. Dazu natürlich die ganze Bandbreite der neuen süßen Schweinereien: Luxus Oreos, Pumpkin Pie Waffles, Cheesecake-Eiscreme, French Toast Icecream-Sandwiches. So geht das über mehr als 200 Seiten.

Das beste Rezept

Bei aller Vielfalt, hier kann es nur einen geben. Den echten. Den New York Cheesecake. In seiner Reinform. Ohne jeden Firlefanz. Nur mit Butterkeksen, Frischkäse, Sahne und einer Spur Vanille.

Die Autorin

Yasmin Newman ist Food- und Reiseautorin aus Australien.

Die Zielgruppe

Dessert- und Süßkram-Enthusiasten werden ihre helle Freude an diesem Buch haben.

Der Schwierigkeitsgrad

Ein paar der Rezepte benötigen schon etwas Geschick... Und wer sich mit einer süßen Sünde ohne viel Aufwand belohnen will, findet auch dafür ein paar Rezepte.

Das Neue

...ist die Verbindung von Portrait, Geschichte und Rezepten.

Die Optik

Ein echter Schwachpunkt des Buches. Es hat leider viel zu wenige Bilder, sowohl insgesamt als auch bei den Rezepten. Außerdem wirkt es etwas verschachtelt, was die Orientierung erschwert.

Die Zutaten

Hier wiederum hat man es einfach: fast alles bekommt man im Supermarkt.

Das Fazit

Eine schöne Hommage an die süße Seite der Ostküsten-Metropole, das einigen Mehrwert über die Rezepte hinaus bietet.

Die Wertung


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Die Hardware zum Buch:

  • Zenker Konische Springform mit Flachboden Ø 32 cm, black metallic
    Hardware Gerade der konische Tortenring zusammen mit der besonderen Antihaftbeschichtung bilden das beste Paar für leckersten Cheesecake. Diese speziell für Käsekuchen entwickelte Backform zaubert aber auch weitere süße oder deftige Köstlichkeiten, wie etwa Quiches und Tartes.

Das Rezept zum Buch:

  • New York Cheesecake
    Der New York Cheesecake verdankt deinen Namen der Tatsache, dass er in New York bzw. Nach New Yorker Rezept gebacken wird, und er ist cremig, nicht zu süß und dabei üppig, ohne schwer zu sein. Mit anderen Worden: Er ist perfekt. Den einzig wahren New York Cheesecake gibt es nicht, aber je unverfälschter er ist, desto besser. "Unverfälscht" bedeutet: Cream Cheese, Sahne bzw. saure Sahne, Zucker und Eier, sonst nichts. Die Kunst ist (wie immer wenn es puristisch zugeht), die Zutaten uns rechte Verhältnis zueinander zu setzen und beim Backen Sorgfalt walten zu lassen. Ich glaube, einen echten New York Cheesecake hat nur erlebt, wer bei Two Little Red Hens, Eileen´s, Veniero´s oder Peter Luger war. Bei Luger wird er zu allem Überfluss noch mit dick geschlagener Sahne (Schlag genannt) serviert.


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