Rehrücken

mit dreierlei Pfeffer

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Klassischer Wildgang mit moderner Anmutung

Zutaten

Mirabellenkompott:

  • 250 g reife Mirabellen
  • 30 g Butter
  • 50 g Zucker
  • 100 ml Traubensaft
  • 1 EL Akazienhonig
  • 1 Msp. Vanillemark
  • 1⁄2 TL Korianderkörner
  • 4 Kardamomkapseln
  • 5 Pimentkörner
  • Abrieb von 1⁄2 unbehandelten Zitrone
  • 20 ml Weißweinessig
  • 20 g Maisstärke
  • 1 Rosmarinzweig
  • 2 cl Mirabellenbrand
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Kartoffel-Wirsing-Stampf:

  • 8 Blätter Wirsing
  • 4 große Kartoffeln
  • 75 g handweiche Butter
  • 1 Msp. gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 Msp. gemahlener Muskat
  • 40 g frischer geriebener Meerrettich
  • 75 ml Wildbrühe (Seite 24)
  • 25 g Speckgrieben
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Rehrücken:

  • 4 Stücke Rehrücken, schier, à 200 g
  • 1 TL Madagaskar-Pfeffer
  • 1 TL Kubebenpfeffer
  • 1 TL rosa Pfefferbeeren
  • 1⁄2 TL Akaziensamen
  • 50 g geklärte Butter
  • Salz

Zubereitung

1. Die Mirabellen entsteinen, in einem Topf Butter und Zucker karamellisieren und mit Traubensaft ablöschen. Honig, Vanillemark, Gewürze, Abrieb der Zitrone und Weißweinessig hinzugeben. Alles zusammen auf zwei Drittel der ursprünglichen Menge reduzieren und mit angerührter Stärke samtig binden. Durch ein Sieb passieren und heiß auf die Mirabellen gießen. Rosmarin zupfen, hacken und hinzugeben. Leicht pfeffern und mit einer Prise Salz abschmecken. Zum Schluss Mirabellenbrand zugeben.

2. Für den Kartoffel‐Wirsing‐Stampf die Wirsingblätter von den Stielen befreien, in kochendem Wasser blanchieren und in Eiswasser abschrecken. Dann den Wirsing in 1 cm große Rauten schneiden. Kartoffeln kochen, warm pellen und mit dem Stampfer zerkleinern. Handweiche Butter unterarbeiten, alles mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und Muskat gut würzen, dann den frischen Meerrettich und die Brühe (sie hält den Stampf saftig!) unterarbeiten. Zum Schluss den Wirsing und die Speckgrieben zugeben.

3. Den Rehrücken mit den gemörserten Pfefferkörnern und den Akaziensamen wirklich kräftig würzen. Nun zuerst in Klarsichtfolie und anschließend in Alufolie einrollen. In einem breiten, nicht zu hohen Topf Wasser auf 82°C erhitzen und den Rehrücken in der Folie darin ca. 8 Minuten garen, sodass eine Kerntemperatur von 58°C erreicht wird. Danach ca. 5 Minuten ruhen lassen, auspacken, in geklärter Butter nachbraten und gut salzen. Zum Anrichten längs aufschneiden.

Schwierigkeit: mittel


Das Buch zum Rezept:

  • Wild - 200 junge Rezepte natürlich aus dem Wald
    Wild - 200 junge Rezepte natürlich aus dem Wald Was hat es nicht alles für alte Küchenmärchen um Wild gegeben: es habe einen strengen Geruch und Geschmack, man müsse es spicken, weil es sonst trocken würde, könne es nur durchgegart verzehren und es sei sowieso nur was für anspruchsvolle Genießer. Was für ein Quatsch! ​​​​​​​Leider halten sich diese Märchen zum Teil noch bis heute, einhergehend mit entsprechenden Rezepten. Dicke, fette Saucen, trockenes Fleisch, unsinnig lange Garzeiten. Dabei ist moderne Wildküche so etwas spannendes! Das Wildkochbuch von Harald Rüssel mit zeitgemäßen, kreativen Rezepten zu lesen, macht vor diesem Hintergrund noch mehr Spaß.

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