Nachgefragt – 30 Spitzenköche verraten ihre Küchengeheimnisse

Mit Tim Raue, Roland Trettl, Sarah Henke, Christian Hümbs und vielen mehr


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Erschienen: 9. Oktober 2018 , Seiten: 208, Größe: 215 x 266 cm
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Das Kochbuch

Gute Ideen verdienen es, wiederholt zu werden. Also hat Stefanie Hiekmann direkt nochmal nachgelegt. Und einen draufgesetzt. Denn nach dem noch etwas verhaltenen ersten Band mit Fragen an die Spitzenköche hat sie dieses Mal gleich dreißig (!) von ihnen nach ihren Geheimnissen und Tipps gefragt. Und das Ergebnis ist ein Kracher. Ohne Übertreibung.

Das Thema

Stefanie Hiekmann hat die Köche zu jeweils einem bestimmten Thema befragt. Praktisch: in der deutschen Gastronomielandschaft findet sich zu jedem Aspekt der richtige Experte. Bis auf wenige Ausnahmen (etwa, wenn ausgerechnet Alfons Schuhbeck nach dem perfekten Thai-Curry gefragt wird), machen die Köche-Themen-Paarungen sehr viel Sinn. Ein paar Beispiele:
Die Frage an Thomas Imbusch, der im 100/200 sehr reduzierte Gerichte aus wenigen Produkten kocht: „Richtig gut kochen mit nur drei Zutaten, geht das?“ Oder an Roland Trettl: „wie gelingen echte Südtiroler Knödel?“, Ingo Holland: „wie kocht man herzhaft mit Vanille?“, Lucki Maurer: „wie gelingt das perfekte Steak?“, Jens Rittmeyer: „wie geht die perfekte Sauce?“, Julia Komp: „wie überrasche ich mit orientalischen Gewürzen?“.
Die Fragen werden jeweils in einem doppelseitigen Interview klar und sauber beantwortet, was sehr erhellend ist. So erfährt man zum Beispiel, dass Lucki Maurer seine Steaks immer mit einer Prise Zucker würzt oder Thomas Bühner zum Fisch braten immer einen Schluck Sahne statt Mehl dazu gibt. Für die Röstaromen. Kein Scherz.

Die Rezepte

...ergeben sich aus den Themen und sind entsprechend vielseitig: das perfekte Steak, Schweinebauch mit Kimchi, Spaghetti mit Vanille-Tomaten, Fischstäbchen, Gemüsespaghetti mit Zitronenthymiansauce oder Vanille-Eis mit Sojasauce. Klingt mal altbacken und manchmal abgedreht, ist aber immer zutiefst spannend und nienienie so langweilig, wie es möglicherweise zunächst klingen mag.

Das beste Rezept

Das Gericht von Thomas Imbusch ist ein fantastisches Beispiel für seinen Küchenstil und die Antwort auf die Frage, wie man aus wenig viel machen kann: ein wachsweich gegartes Ei umringt von knusprigen Brotbröseln, Nussbutter und Schnittlauch. Verschiedene Texturen, milde Butter, würziger Schnittlauch, salziges Ei. Leckerst!

Der Autor

Stefanie Hiekmann ist Journalistin und Kochbuchautorin, schreibt auf ihrem Blog „schmecktwohl“ und ist in der Jury von „Stadt, Land, Lecker“ im ZDF.

Die Zielgruppe

Dieses Buch ist für alle gedacht, die nicht nur kochen, um satt zu werden. Sondern sich auch dafür interessieren, was im Topf und in der Pfanne passiert und wie man sein eigenes Kochen verbessern kann.

Der Schwierigkeitsgrad

Von leicht bis schwer, aber überwiegend eher einfach.

Das Neue

...ist der tolle Einfall, Spitzenköche und Alltagsküche zu verbinden. So helfen die Profis den Amateuren, besser zu kochen.

Die Optik

Ist wunderbar klar. Stefanie hat alle Rezepte selbst fotografiert, stets auf dunklem Hintergrund. Ohne Kinkerlitzchen.

Die Zutaten

...sind überwiegend ohne große Probleme zu beschaffen.

Das Fazit

Geniales Konzept, sehr gute Umsetzung. Großes Kaisergranat-Lob!

Die Wertung


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