Endlich mal ´ne andere Kochsendung!

Zora Klipp kocht ab sofort im „Kliemannsland“ und wir stellen sie vor.

Bei „Koch ma!“ ist nichts perfekt, nichts vorbereitet und nichts inszeniert. Und die Kochsendung läuft nicht im Fernsehen, sondern ausschließlich auf Youtube. Da zeigt Zora Klipp, was für sie gute Produkte sind, wie man unkompliziert mit ihnen kochen kann und wie sie sich nach und nach ihr eigenes Restaurant aufbaut. Und das, ohne jemals vor der Kamera gestanden zu haben.

Moin Zora! Was ist das Prinzip von „Koch ma!“?

Mir geht es darum zu zeigen, dass Kochen und Essen ein schöner Grund sind, sich zu treffen und Spaß zu haben. Da muss nicht alles perfekt sein, aber ich versuche auch, ein paar Tipps mitzugeben, wie man es noch entspannter machen kann. Schließlich koche ich im Kliemannsland und da ist auch nichts perfekt! (Hier geht´s zu Fynn Kliemanns aktuellem Buch).

Was ist das Besondere an dem Format?

Ich koche im Moment noch in einer improvisierten Küche auf dem Bauernhof von Fynn Kliemann und nach und nach wird daraus ein echtes kleines Restaurant entstehen, in dem wir dann auch Gäste empfangen können. Die User können aber nicht nur da dabei sein sondern auch, wenn ich die Lebensmittel, mit denen ich später koche, irgendwo abhole, ernte oder herstelle. Sei es auf einem Bauernhof, im Wald oder in einer Käserei. Kulinarisch versuche ich eigentlich gar nicht, besonders ausgefallen zu sein, denn ich möchte, dass die Zuschauer auch wirklich Bock haben, die Gerichte nachzukochen. Außerdem werde ich im Laufe der Zeit auch immer wieder Einflüsse von meinen vielen Reisen einfließen lassen. Das gehört auf jeden Fall zu mir dazu.

Was war der ungewöhnlichste Ort, an dem du bisher auf deinen ganzen Trips gekocht hast?

Das muss auf der letzten Reise in Bolivien auf circa 4500 Metern Höhe gewesen sein. Wir waren in einer ganz kleinen Hütte ohne Strom und fließend Wasser irgendwo in den Anden. Es war arschkalt und meine Freundin und ich hatten nur einen alten Blechpott und einen kleinen Gaskocher. Und wir haben irgendwie nicht auf dem Schirm gehabt, dass sich die Garzeiten auf so einer Höhe ändern. Also haben wir gefühlte zwei Stunden total hungrig darauf gewartet, dass die Kartoffeln und Linsen gar werden. Nicht schön!

Du hast noch nie vor einer Kamera gestanden. Wie kam es dazu, dass du nun auf einmal ein Format präsentierst?

Fynn Kliemann, der hier sein „Kliemannsland“ baut und darin lebt, hatte mich irgendwann einfach angerufen und gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, für so ein Format vor der Kamera zu stehen. Wir sind Freunde und kennen uns schon unser ganzes Leben und ich fand das, was er macht, von Anfang an super. Also habe ich mich dann einfach mal mit dem Team getroffen und fand die Idee total cool.

Zoras Ankunft im Kliemannsland

Und? Wie läuft´s?

Am Anfang war es einfach mega ungewohnt so im Mittelpunkt zu stehen. Aber das Kamerateam ist super, wechselt nicht und so konnte ich mich schnell an alle gewöhnen. Das hat sehr geholfen. Und jetzt, nachdem die ersten Folgen gedreht sind, macht es einfach sehr viel Spaß!

Können die Zuschauer beim Dreh auch mal live dabei sein?

Wir sind grade selber noch etwas in der Findungsphase, was den ganzen Ablauf der Sendung angeht. Aber für´s nächste Jahr könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass wir vielleicht eine Art Bewerbungsrunde oder so machen, um mitkochen oder mindestens mitessen zu können. 

Du hast erst eine Kochausbildung gemacht, als Köchin gearbeitet und dich dann aber noch für ein Studium entschieden. Warum?

Als Köchin zu arbeiten bedeutet in den meisten Fällen: lange Tage, kein Wochenende und keine freien Feiertage. Außerdem sind die Arbeitsbedingungen generell recht hart. Das hat mir auf Dauer ein bisschen den Spaß am Kochen genommen. Außerdem war ich damals noch ziemlich jung. Ich habe mit 16 die Ausbildung begonnen und wollte gerne noch etwas von der Welt sehen. Im Tourismusmanagement-Studium habe ich dann viel über Wirtschaft, Management und andere Kulturen gelernt. Und da ich schon immer davon geträumt habe, mich mal selbstständig zu machen, ist so ein Wissen natürlich sehr hilfreich.

Was unterscheidet dich von anderen Köchen, die man so kennt?

Ich würde sagen einer der größten Unterschiede ist, dass ich eine Frau bin. Die Mehrheit der Köche sind ja nun mal Männer. Außerdem habe ich durch mein Studium gar nicht sooo viel Berufserfahrung und lerne selber in dem Format noch ganz viel Neues dazu. Ich nehme alles immer gerne mit Humor und bin halt bei manchen Sachen dann auch mal typisch Mädchen.

Kann man in der Küche eigentlich auch mal richtig Mist bauen?

Klar. Ich habe mal eine Zeit lang Urlaubsvertretung in der Patisserie gemacht und wir hatten Schokoladenmousse vom Brunch übrig. Ab in den Spritzbeutel, auf einem Blech kleine Häufchen geformt und eingefroren. Nach Feierabend haben wir dann die kleinen Häufchen überall im Backoffice der Kellner platziert und uns am nächsten Morgen über die Ekelschreie der Kollegen gefreut (*lacht*).

Apropos Mousse au chocolat: Fett oder fettarm?

Definitiv eher fett!

Sympathisch. Danke, Zora!

 

„Koch ma!“ gehört zu „funk“ dem Angebot von ARD und ZDF für alle unter 29 Jahren. Hier geht´s zum Youtube-Kanal von Koch Ma! und das ist die erste Folge:

 




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Kategorie: Diverses