Das Kochbuch
Wenn uns mal wieder jemand fragt, was man sich unter einem „frischen“ Ansatz für ein Kochbuch vorzustellen habe, werden wir auf dieses Kochbuch verweisen. Katrin und Max vom japanisch inspirierten „Maka“ in Wien zeigen darin, wie man sowohl kulinarisch als auch optisch einen eigenen, neuen und eben „frischen“ Stil entwickeln kann. Finden wir richtig gut.
Das Maka
Die Maka-Geschichte begann mit einer Japanreise von Max Hauf. Sie hinterließ bei ihm so einen bleibenden Eindruck, dass er zuhause begann, seine Version von Ramen zu entwickeln. Was folgte, waren ein improvisierter Lieferdienst und Pop ups. Heute gibt es nicht nur das Restaurant im 7. Wiener Bezirk, sondern auch eine eigene Produktionsstätte für die Nudeln und einige Maka-Produkte kann man im Supermarkt finden. All das macht nicht zuletzt auch Katrin Wondra möglich, die Gastgeberin, kreativer Kopf und Strippenzieherin im kleinen Maka-Kosmos ist.
Die Rezepte
Katrin und Max beschreiben ihre Art zu kochen selbst am besten: Maka schmecke immer rund, wie eine Umarmung, mit Konsistenzen von cremig bis crispy, frittiert bis knackig, von süß über sauer und salzig bis umami. Oder wie man es auch nennen könnte; „yum, crunch, slurp“.
Beispiele dafür sind der Asian Caesar Salad, Gurkensalat mit Chili-Crunch, Pilz-Tatar mit Reis, Spicy Seidentofu, Chicken Katsu Sando, Crispy Miso-Aubergine, Okonomiyaki mit Schnittlauch-Mayonnaise, Mapo-Tofu-Wan-Tans, Chicken Tan Tan, Banana Split, Kokosnuss-Reis-Crème brûlée mit Mangosorbet.
Dazu kommt noch das umfangreiche Ramen-Kapitel, das in seine Bausteine zerlegt ist: Nudeln, Brühe, Tare, Öle, Toppings, Saucen.
Etwas aus der Reihe fallen lediglich Rezepte wie das Melonen-Tomaten-Crudo oder die Green-Gazpacho, in denen sich keine oder sehr wenige typisch-japanische Zutaten finden. Was sie natürlich nicht minder „yum, crunch, slurp“ macht.
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Der Schwierigkeitsgrad
Reicht von Gerichten, die aus wenigen Zutaten und Handgriffen bestehen bis hin zu aufwändigeren Ramen-Rezepturen. Besonders die Brühen verlangen Geduld – was nicht zwingend Aufwand bedeuten muss.
Die Zielgruppe
Dies ist das perfekte Kochbuch für alle, die Spaß an kreativen Neu-Entdeckungen haben.
Die Zutaten
… findet man zu einem großen Teil in guten (Bio!)-Supermärkten. Ein Asialaden (oder entsprechender Online-Shop) ist jedoch nicht verzichtbar.
Die Optik
Dieses Buch ist auch optisch eine große Freude. Ihren Anteil daran haben Fotografin Katharina Pflug mit ihrer klaren, geometrischen und farbintensiven Fotografie, Maia Lopez von Linden mit ihren Illustrationen und das YAY creative mit dem genial-schlichten Layout.
Das Fazit
Herangehensweise und Konzept dieses Kochbuches sind so erfrischend, dass man unweigerlich hellwach und neugierig auf sämtliche Rezepte wird.

Benjamin Cordes
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