Super Bowls

Life changing food


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Erschienen: 9. Januar 2017 , Seiten: 168, Größe: 240 x 190 cm
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21,90 EUR

Das Kochbuch

Schon wieder Bowls, schon wieder Superfood, schon wieder gesunde Ernährung. Manche Trends sind schon etwas ermüdend.
Und dann entdeckt man dazwischen auf einmal ein Buch wie dieses. Inhaltlich stark, überzeugende Rezepte und so gut und nachvollziehbar geschrieben, dass man sich plötzlich auch für ein Thema interessiert, das man vorher als schnelllebigen Trend abgetan hat.

Das Thema

Es gibt fast nichts, was nicht seit jüngster Zeit in Bowls, also in Schüsseln, angerichtet und serviert wird. Bowls sind ein weltumspannender Trend. Ihr Erfolgsrezept sind Lebensmittel mit unterschiedlichen Farben und Formen, die mit Kreativität und Detailliebe angerichtet werden.

Ihre persönliche Faszination bringt Eva Fischer im Buch gut auf den Punkt: „Für mich hat eine Bowl immer etwas vertrautes, heimeliges und wohliges. Ich denke, der Hauptgrund dafür ist, dass man Schalen mit den Händen umfassn und die Speisen in Händen halten kann.“ Und warum man sie so gerne isst: „In einer hübschen Schale lassen sich die unterschiedlichen Speisen auf ganz besondere Art präsentieren. Schön arrangierte Bowls sehen unglaublich lecker und unwiderstehlich aus.“

Überhaupt ist die Einführung sehr schön geschrieben und bringt einem das Thema gut nah. Und der Bowl-Variantenreichtum ist riesig, es gibt sie unter anderem als Smoothie Bowl, Veggie Bowl oder Buddha Bowl. Sie alle haben eins gemeinsam: sie sind eine vollwertige Mahlzeit und lassen sich entspannt schlürfen und auslöffeln.

Die Autorin

Der Verlag schreibt: „Eva Fischer ist ausgebildete Gesundheitsmanagerin, Ernährungsexpertin, Food-Fotografin, -Stylistin, -Bloggerin sowie Rezeptentwicklerin. Für ihren beliebten Blog foodt astic wurde sie mehrfach mit Awards ausgezeichnet. Sie schreibt regelmäßig für Magazine, gibt Workshops, ist Gast bei TV-Auftritten oder Food-Events. Neben fachlichen Beiträgen zu Ernährung & Gesundheit, liebt es die Autorin zu reisen und neue Geschmäcker zu entdecken.“

Die Zielgruppe

Interesse an gesunder Ernährung, Lust auf Neues und Kreativität sind beste Vorraussetzungen, um sich dieses Buch zu kaufen

Die Rezepte

Fischer erläutert anschaulich, wie ihre süßen und salzigen Bowls aufgebaut sind. Das Prinzip ist nämlich immer gleich: Hauptkomponente (Getreide, Fleisch, Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst), Gewürze&Kräuter, Saucen, Pesto oder Dressing, Toppings wie Nüsse, Samen, Blüten usw.

Super ist auch die Anleitung, wie sie ihre Bowls kreiert, sodass man mit dem Prinzip auch eigene Bowls entwickeln kann: wozu habe ich gerade Lust? welches Aroma passt dazu? Welche Frucht passt mit ihrer Farbe gut dazu?

Es gibt herzhafte Frühstücks-Rezepte wie den Quinoa Frühstücksbowl mit gebratenen Pilzen, gebratenen Tomaten, Avocado und Ei oder den Morgenland-Bowl mit Kichererbsten, Hummus, Gurke und Olive und Schafskäse. In süß gibt es Hirse-Porridge mit karamellisierten Birnen und Haselnüssen. Dazu kommen noch jede Menge farbenfrohe Salatbowls, Gourmetbowls: (z. B. geröstete Gemüse-Bowl mit Feta, Steak-Bowl mit Maiskolben, Polenta und Gemüse), Schnelle Bowls (Grüner ProteinBowl mit Avocado, grünem Spargel und Erbsen-Hummus), Smoothie-Bowls und Dessert-Bowls wie Sticky Rice Bowl mit Mango und Kokos

Etwas komisch: viele Gerichte sind gar nicht originär für eine Schüssel gedacht sondern einfach bestehende Gerichte und Kombinationen, die „bloß“ in einer Schüssel angerichtet werden. Beispiel ist der „Bagel-Bowl“ bei dem in der Schüssel der Bagel nebst seinen Zutaten für den Belag liegt oder der Bratapfel mit Vanillesauce. Schmeckt dadurch aber natürlich nicht weniger lecker.

Der Schwierigkeitsgrad

Bowls stehen für unkompliziertes Essen, einer der Gründe für ihre Popularität. Nur beim hübschen Anrichten ist Fingerfertigkeit hilfreich.

Das beste Rezept

Die Auswahl an sehr guten Rezepten ist sehr groß. Der „geröstete Gemüse-Bowl mit Feta“ ist aber ein Paradebeispiel für die Vielseitigkeit der Bowls: aromatisches Gemüse als Basis, cremiger Feta für´s Eiweiß, Feigenhälften für einen Tick Süße und Pinien- und Granatapfelkerne als Topping für den Biss. Eine tolle Schüssel.

Das Neue

Der gesamte Bowl-Trend ist, wie beschrieben, nicht mehr ganz neu. Was den meisten Büchern aber fehlt, ist aber eine eingehendere Beschäftigung mit dem Thema und einer Erläuterung, was Bowls so attraktiv macht. Diese Lücke schließt dieses Buch auf´s Beste.

Die Optik

Praktisch aus jedem der ganzseitigen Bilder lacht ein hier die farbenfrohe Welt der Bowls an, die Optik und das Styling unterstreichen den Charakter des Buches sehr gut und machen richtig Lust aufs Nachkochen.

Die Struktur

Sehr gut gefallen uns neben den Rezepten die Kapitel zwischendrin über Makronährstoffe wie Kohlenhydrate, Öle und Fette, Eiweiß etc und zu sekundären Pflanzenstoffen wie Carotinoide, Flavonoide, Chlorophyll etc.

Die Zutaten

Eins ist klar: verarbeitete Lebensmittel müssen Sie links liegen lassen. Ansonsten ist alles erlaubt.

Das Fazit

Kochbücher, die die gesunde Ernährung in den Vordergrund stellen, sehen wir aus Erfahrung skeptisch. Oft sind sie inhaltlich zu oberflächlich, die Rezepte zu banal. Die Tatsache, dass all das hier viel besser gelungen ist, sorgt dafür, dass wir dieses Buch sehr empfehlen können!

Die Wertung


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Die Hardware zum Buch:

  • Nicola Spring Bowls, Keramik 2er Set
    Hardware Das Einzige, was einem nach diesem Buch noch fehlt, sind die passenden Bowls zum anrichten. Wir sind gerne behilflich und empfehlen dieses 2er-Set.


Das Rezept zum Buch:

  • Geröstete Gemüsebowl
    „In diese Bowl könnte ich mich reinlegen. Das ist „Comfort Food“ pur für mich. Einfach und schnell zubereitet ist sie noch dazu: Gemüse schneiden, ab in den Ofen und dann warm geniessen. Eine wunderschöne Schale voller Power, gesund und fantastisch variabel“, schreibt Eva Fischer.
  • Grüne Proteinbowl
    „Grün wie die Hoffnung — und ein echter Energiespender! Das grüne Farbpigment ist nicht nur für Pflanzen, sondern auch für uns Menschen extrem wertvoll. Die Grundstruktur von Chlorophyll ähnelt dem Blutfarbstoff Hämoglobin. Deshalb wird es oft auch als PFLANZENBLUT bezeichnet. Wertvolle Proteine liefert das Erbsen-Hummus“, schreibt Eva Fischer


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