Die hohe Schule der kreativen Küche
Methoden, Techniken und Rezepte für intuitives Kochen
Das Kochbuch
Jürgen Dollase ist einer der einflussreichsten Gourmet-Kritiker der vergangenen Jahre. Bewundert, einflussreich und umstritten. Seine Ausführungen zu Gastronomie, Kulinarik und Kochtechniken sind wohl jedem Koch und jeder Köchin bekannt. Nicht wenige haben sich durch ihn in ihrer Arbeit beeinflussen lassen.
Zusammen mit Heiko Antoniewicz, bekannt für seine experimentell-avantgardistische Art zu kochen, hat er diese Geschmacksschule geschrieben, die Methoden, Techniken und Rezepte miteinander verbindet.
Und wir sagen es, wie es ist: Wer sich dieses Buch gibt, muss aus hartem Holz geschnitzt sein. Es ist nicht nur sehr textlastig, sondern auch zum Teil alles andere als eingängig oder kurzweilig geschrieben. Einerseits ist die Versessenheit der beiden Autoren beeindruckend, andererseits fragt man sich immer wieder, wie intellektuell und akademisiert Kochen wirklich sein muss.
Wir jedenfalls fühlten uns schon nach wenigen Sätzen überfordert. Kapitel wie „Das Akzeptanzniveau in vier Stufen“ oder „Kreatives Arbeiten mit visuell-assoziativem Schwerpunkt“ muss an erstmal verstehen – und verdauen.
Man mag uns für diese Wertung als unwissende Banausen verurteilen, wir fragen jedoch zurück: muss man es wirklich so (unnötig) kompliziert machen? Selbst wenn man dem Inhalt folgen mag, wäre eine einfachere Sprache mehr als angebracht.
Obendrein fragt man sich, wie die Fotografie bzw. der Abdruck der (an sich spannenden) Gerichte so dermaßen körnig ausfallen konnte.
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Benjamin Cordes
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