Kochbuch-Rezension

Mein Leben, meine Rezepte

Lieblingsgerichte aus meiner Küche

8,6 / 10
24,99 €

Das Kochbuch

Léa Linster ist die Grand Dame der Kulinarik. Ihre lustvolle Art zu kochen, bei der die einzige Maxime der Genuss ist, hat Menschen aus der ganzen Welt begeistert. Nun blickt Linster auf ihr kulinarisches Schaffen zurück und macht dabei nicht allzu viele Worte sondern lässt ihre Rezepte sprechen. Und die sind eine Wucht. Vorhang auf!

Der Inhalt

Alle Texte über Léa Linster sind spannend zu lesen, Linsters Kochkarriere eindrucksvoll. Der persönliche Stil ist auch geprägt von einem guten Schuss Selbstironie, wie es ihr Bild hinter einem Berg aus Butter, ihrer wichtigsten Zutat, beweist.

Die Rezepte

Auch die überragenden Rezepte sind nach den wichtigsten Stationen ihres Lebens geordnet. Besonders erfreulich: mit dem Lamm im Kartoffelmantel und ihren unübertroffenen Madeleines verrät Linster sogar ihre prominentesten Rezepte.

„Rezepte meiner Kindheit“: einfachere Wohlfühl-Gerichte wie z. B. Schinkenbrot meiner Mutter, Ossobucco mit Bandnudeln, pochierter Steinbutt mit Spinat und Sauce Hollandaise und Apfelkuchen mit Eierguss

„Rezepte, die meine Gäste und Kritiker liebten“: Einblicke in ihr kulinarisches Werk aus dem nach ihr benannten Luxemburgischen Restaurant. Dabei sind u.a. Spanferkel, Kalbsbries mit Champagnersauce, der berühmte Lammrücken im Kartoffelmantel und Crème Caramel

„Meine Hommage an Paul Bocuse“: Linster bezeichnet Paul Bocuse als einen der wichtigsten Menschen in ihrem Leben. Sie würdigt ihn u.a. mit der Rotbarbe mit Kartoffelschuppen und der echten Tarte Tatin (natürlich mit vieeel Butter)

„Meine Inspiration durch Filme und Reisen“: Lea Linster ist stets viel gereist, besonders auch Kinofilme haben sie immer wieder zu neuen Kreationen inspiriert. Etwa der Tarte fine mit Zwiebelconfit und Shiitakepilzen, dem Lobster Chanel No. 5 oder einem sündhaft leckeren New York Cheesecake

„Meine private Küche“: einfache Rezept für zuhause wie Strammer Max, knusprige Brötchen, Kalbssteak mit frittierten Salbeiblättern oder die sagenhaften Madeleines.

Das beste Rezept

Natürlich: es sind die Madeleines! Das Gebäck, für das die Leute sogar extra zu Linster anreisen...

Die Autorin

Léa Linster studierte zunächst Jura, übernahm dann aber das Restaurant ihres Vaters in Frisange/Luxemburg. 1987 wurde das mittlerweile nach ihr umbenannte Restaurant mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet, 1989 gewann Linster als erste und bislang einzige Frau den renommierten Bocuse d´Or. Das Restaurant führt nun ihr Sohn, Linster betreibt die „Boutique“ wo sie ihre legendären Madeleines und eigenen Crémant verkauft.

Die Zielgruppe

Alle, die es sündhaft lecker mögen, Spitzengastromie lieben und sich um Kalorien und Buttermengen nicht scheren.

Der Schwierigkeitsgrad

Würde man Linster nach der wichtigsten Zutat (abgesehen von Butter) fragen, wäre ihre Antwort: ganz viel Liebe. Ohne die wird das nämlich alles nix.

Die Optik

Wunderschöne Foodfotografie mit dem perfekten Maß aus Schlichtheit und Opulenz.

Die Zutaten

Nur das Beste kommt hier in die Töpfe, von der Butter bis zum Fleisch. Also ruhig mal Ausschau nach Qualität und echten Fachgeschäften halten...

Das Fazit

Die schönste Form des Genießens? Rezepte von Lea Linster nachkochen!

Veröffentlicht am 23. September 2019, überarbeitet am 23. September 2019.
Bild
geschrieben von:
Benjamin Cordes
Benjamin Cordes ist Journalist und beschäftigt sich beruflich ausschließlich mit kulinarischen Themen. Als Autor recherchiert er Beiträge über die Qualität von Lebensmitteln und Restaurants für das NDR Fernsehen.

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