Hand in Hand

Spitzenköche und Flüchtlinge gemeinsam am Herd

Von:   Verlag: ars vivendi

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34,00 EUR
Erschienen: 29. November 2016
Seiten: 424
Größe: 210 x 270 mm

Unsere Wertung


34,00 EUR

Das Kochbuch

Vier Studenten (Timo Wentzel, Mareike Boppert, Niclas Dommer, Pauk Aker) der Hotelfachschule Heidelberg hatten eine phänomenale Idee. Sie sind quer durch die Republik gefahren und haben Spitzenköche und deren Rezepte für dieses Projekt gewonnen: ein Kochbuch, das die Küche der Flüchtlinge mit der Spitzenküche zusammenbringt, das tolle Einblicke in ihre Heimat ermöglicht und deren Erlös obendrein für Flüchtlingsorganisationen gespendet wird. Aber auch ganz ohne den karitativen Zweck ist dies ein Buch, das allein durch die Fülle seiner hochkarätigen Rezepte jeden Euro wert ist.

Der Autor

Studenten, vor deren großartigem Einsatz und Engagement man nur den Hut ziehen kann. Chapeau! Die Rezepte stammen u. a. von den (ehemaligen und aktuellen) Sterneköchen Benjamin Peifer, Nils Henkel, Alfons Schuhbeck, Dieter Müller, Frank Oehler, Michael Kempf, Sascha Stemberg, Thomas Martin und Tohru Nakamura.

Die Zielgruppe

Zwei Voraussetzungen sollte man bestenfalls für dieses Buch erfüllen: Offenheit für andere Küchenkulturen und die Bereitschaft, sich auch für etwas aufwändigere Rezepte Zeit zu nehmen.

Die Rezepte

Die Studenten haben die Lieblingsgerichte der Flüchtlinge aufgeschrieben, die Spitzenköche haben sie anschließend mit ihrem Stil interpretiert. Ergebnis ist eine Fusionküche allererster Güte. Beispiele: geschmorte Milchlammschulter mit Safran, Pinienkernpüree und Bulgur /  Beef Tatar, Zitronenschalencreme, Currybiskuit und Kichererbsen oder Kaisergranat mit Taboulé und Gewürzjoghurt.

Der Schwierigkeitsgrad

Die Bandbreite ist groß und reicht von unkomplizierten Kleinigkeiten bis zu komplexen, mehrteiligen Gerichten, für die man mehrere Stunden veranschlagen muss.

Das beste Rezept

„Persischer Reis“ interpretiert von Peter Bogdanovic: Kardamomeis, Aprikosengel, Pistaziencrumble und Milchreiskugeln. Ein tolles Dessert mit orientalischen Noten.

Das Neue

Orient meets Sterneküche. Wo gibt´s bzw. gab´s das schon!?

Die Optik

Ganzseitige Portraitaufnahmen der Flüchtlinge und Köche, schöne Bilder der Gerichte. Runde Sache!

Die Struktur

Das Buch beinhaltet nicht nur Rezepte sondern auch Länder-Portraits, die Geschichten der Geflüchteten von Syrien über Iran bis Nepal. Spannend zu lesen, mindestens genauso spannend nachzukochen. Diese Länder kommen vor: Syrien, Irak, Iran, Afghanistan, Pakistan, Nepal, Marokko und Gambia.

Die Zutaten

Erstklassige Produkte, viele nicht alltägliche Gewürze. Mit dem Supermarkt kommt man da nicht hin. Aber so kann man eben schon beim Einkauf in neue Kulturen eintauchen!

Das Fazit

Wir sind nachhaltig beeindruckt. Von dem Engagement der Studenten, den Rezepten der Köche und nicht zuletzt den Geschichten der Geflüchteten. Letztere sind aber auf ganz andere Art beeindruckend und machen sehr nachdenklich.


34,00 EUR


Das Interview zum Buch:

  • Omakase mit einem Schuss Pfälzer Oma
    Omakase mit einem Schuss Pfälzer Oma Bis vor knapp einem Jahr hat Benjamin Peifer im Restaurant Urgestein in Neustadt an der Weinstraße gekocht. Er war „Koch des Monats“ im Mai 2016 im Feinschmecker, seine Küche mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Dann hat er gekündigt, sich für Selbstständigkeit und Selbstverwirklichung entschieden. Zusammen mit seiner Freundin Bettina Thiel, die ebenfalls im Urgestein gearbeitet hat, eröffnete der vielbeachtete Newcomer im Sommer 2017 in Kallstadt sein neues Restaurant „Intense“. Im Interview haben uns die beiden ihr äußerst spannendes Konzept und ihre Philosophie erklärt.


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