Das Kochbuch
Kochbücher zur osteuropäischen Küche sind rar, umso mehr freuen wir uns über jedes empfehlenswerte. So auch über dieses, das die wichtigsten Gemüse und Gerichte aus acht Ländern vorstellt.
Die Rezepte
Die Rezepte stammen aus Belarus, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und der Ukraine.
Die Kapitel sind nach Gemüsen geordnet: Weißkohl, Rote Bete, Kartoffeln, Teigtaschen, Karotten, Pilze, Sauergemüse und Eingemachtes.
Die Gerichte sind fast allesamt puristisch osteuropäisch. Dieser unverfälschte Charakter gefällt uns sehr. Einige Beispiele:
Kohlküchlein mit Erbsen und Dill, Kohlstrudel, Kohlrouladen mit Rindfleisch und Reis, bunt Bete auf Kräuterschmand, Borschtsch mit Rindfleisch, Schokoladenkuchen mit roter Bete, Ukrainische gefüllte Kartoffelküchlein, Kartoffelpuffer, Pierogi mit Sauerkraut und Pilzen, Manti mit Karotten, Perlgraupen Taboulé mit gerösteten Karotten und Walnüssen, Karottenkrapfen mit Honig, Buchweizenpfannkuchen mit Pilzen und Pancetta.
Anders als der Untertitel „Gemüseküche“ vermuten lässt, ist dies also kein vegetarisches Kochbuch.
Der Schwierigkeitsgrad
…variiert zwischen einfach und etwas aufwändiger. Richtig kompliziert wird es hier nirgends.
Die Zielgruppe
Hobbyköchinnen und -köche mit Freude auf Neues und einer guten Portion Neugierde.
Die Zutaten
…gibt es in jedem guten (Bio-)Supermarkt.
Die Autorin
Alissa Timoshkina ist eine russisch-britische Kochbuchautorin, Historikerin und Food-Aktivistin mit Wurzeln in Sibirien. Sie stammt aus einer Familie mit ukrainisch-jüdischen, polnischen, russischen und weißrussischen Wurzeln. Nach ihrem Umzug nach Großbritannien promovierte sie in Filmgeschichte mit Schwerpunkt auf sowjetisches Kino und Holocaust-Darstellung, bevor sie sich zunehmend der Kulinarik als kultureller Ausdrucksform zuwandte. 2015 gründete sie das Projekt KinoVino, das Filmvorführungen mit thematisch passenden Menüs verbindet und internationale Aufmerksamkeit erlangte. Gemeinsam mit anderen gründete sie zudem die Initiative #CookForUkraine, um durch gemeinsames Kochen Spenden und Bewusstsein für die humanitäre Situation in der Ukraine zu fördern. In ihrer Arbeit versteht Timoshkina Essen als Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, als Werkzeug für kulturellen Dialog und als Ausdruck von Identität und Fürsorge.
Die Optik
Wunderschöne, sinnliche Foodfotografie mit behaglichem Styling.
Das Fazit
Mit diesem Kochbuch rückt Osteuropa ein großes Stück heran. Darüber freuen wir uns!









