Food, Love & Wine

Die besten Rezepte zum Wein

Die Fakten

Erschienen: 4. Juli 2017
Verlag: Hölker Verlag
Gewicht: 767 g
Größe: 184 x 241 x 19 cm
24,95 EUR

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Das Kochbuch

Früher dachte Kerstin Getto über Wein so, wie es wohl viele tun: Wein ist ein so kompliziertes Thema, da trau ich mich als Bloggerin ohne spezielle Ausbildung nicht ran, auch aus Sorge, die vielen althergebrachten Weinregeln zu missachten, und von Weinprofis dafür belächelt oder gar kritisiert zu werden. Ein Glück, dass sie diese Denkweise hinter sich gelassen hat. Denn nach und nach hat sich die Pfälzerin an das Thema herangetastet, sich über Jahre immer weiter eingearbeitet und sich von Dogmen nicht mehr beeindrucken lassen. Diese Entwicklung mündet nun in diesem schönen Buch. Und der Möglichkeit für dessen Leser, davon zu profitieren. Ein kleiner Glücksfall!

Die Autorin

Kerstin Getto ist Bloggerin (www.cookingaffair.de) und hat sich mit ihrer Spezialisierung auf Wein einen Namen gemacht. Ein Thema, dem viele andere Blogger aus dem Weg gehen.
Begleitet auf dem Weg zum Wein und zu diesem Buch haben sie der Winzer Christian Brendel und die bekannte Sommeliere Natalie Lumpp.

Die Zielgruppe

Getto nimmt die Leser mit ihrem Buch sehr gut mit. Alles ist leicht verständlich, unkompliziert und doch klar beschrieben und spannend zu lesen. Genau die richtige Dosis Weinwissen für Einsteiger und leicht Fortgeschrittene, weniger für absolute Spezialisten.

Die Rezepte

Symphatisch: Gettos Rezepte haben eine deutliche Pfälzer Handschrift, sind häufig deftig, aber niemals derbe. Paradebeispiel dafür ist der Zander im Speckmantel mit Sauerkraut-Ravioli. Dazu kommen viele Rezepte mit schönen Kleinigkeiten zum Wein auf der Terrasse, wie die Winzertarte mit Blutwurst, die Artischockenküchlein oder die Gruyère-Kekse mit Thymian. Nicht unerwähnt sollen auch die fantastischen Wohlfühldesserts sein wie Bierhefeschläpple mit Vanillesauce oder die Pfälzer Dampfnudeln mit Weinschaumsauce.
Alle Rezepte haben gemein, dass sie auf ihren Kern reduziert und schnörkellos sind, was sich auch in den meist wenigen Zutaten widerspiegelt, die man für sie benötigt.
Unter jedem Rezept steht jeweils eine Weinempfehlung. Positiv: das sind in der Regel keine konkreten Rebsorten, Jahrgänge oder Winzer sondern eine allgemeine Charakterisierung des passenden Weins und dessen Anbauregionen. Das ist deshalb gut, weil man sich mit diesem Wissen dann selbst auf die Suche machen und es anwenden kann.

Der Schwierigkeitsgrad

Die Rezepte sind überwiegend recht unkompliziert. Trotzdem: lieber erst nach dem Kochen trinken! Sicher ist sicher.

Das beste Rezept

Die Tarte Tatin mit Schalotten und Thymian glänzt tiefrot durch den Portwein und den karamellisierten Zucker und vereint Würze und Süße auf das Beste.

Die Optik

Die Gerichte hat Kerstin Getto allesamt selbst fotografiert und die Bilder sind sehr schön geworden. Eine etwas einheitlichere Bildsprache wäre das Einzige, was man hier noch etwas hätte verbessern können. Dazu kommen noch tolle Reportagefotos von Daniela Haug. Auch am weiteren Layout ist nichts auszusetzen, alles ist schön aufgeräumt und übersichtlich.

Die Struktur

Schon beim Aufklappen des Buchdeckels beginnt der hilfreiche Teil: eine Orientierung, welcher Wein zu welchem Essen passt: Leichter und kräftiger Weißwein, leichter und kräftiger Rotwein, Rosé, Schaumwein und Süßwein. Diese Struktur wird auch genauso beibehalten und bezeichnet entsprechend die sechs Buchkapitel, zu denen es jeweils noch eine profunde Einleitung gibt. Dazu kommen weitere lesenswerte Texte, unter anderem darüber, wie Kerstin Getto ein Jahr im Weinberg von Christian Brendel verbracht hat und ein Kapitel zum Foodpairing von Natalie Lumpp.

Die Zutaten

....bekommt man, wie schon oft geschrieben, natürlich in der besten Qualität im jeweiligen Fachgeschäft. Und den Wein? Dazu muss man ja wohl nicht viel zu sagen... Ansonsten einfach im Buch ab Seite 14 lesen, da steht viel Wissenswertes zum Thema Weinkauf.

Das Fazit

Ein sommerliches, lustvolles Buch, mit einer gut dosierten Menge Infos. Genau richtig, nicht zu fachidiotisch und trotzdem profund. Klare Empfehlung!

Die Wertung



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Die Hardware zum Buch: