Tsukemono
Japanische Pickles & Fermente – Techniken & Rezepte
Das Kochbuch
Das Einlegen und Fermentieren hat kaum woanders mehr Tradition als in Japan. Tsukemono (japanisch für „Eingelegtes“) ist dort ein fester Bestandteil der Esskultur. Mit diesem Buch taucht man ganz tief ein in dieses faszinierende Thema.
Der Inhalt und die Rezepte
Das Buch nimmt ein mit seinem schlüssigen Aufbau wunderbar an die Hand und führt in das Thema ein. Es ist faszinierend zu lesen, wie groß die Bedeutung des haltbar gemachten Gemüses ist, wie die Unterschiede zwischen den Regionen Japans sind, wie in der japanischen Esskultur alles miteinander verbunden ist, seinen bestimmten Ort und Zeitpunkt hat.
Zu der theoretischen Einführung gehören natürlich auch Themen wie Zubehör, Techniken und Warenkunde.
In dem Buch lernt man zehn Sorten Tsukemono kennen: Amazuzuke (mit gesüßtem Essig), Asazuke (kurz eingelegt), Bier-Zuke, Kasuzuke (Sake-Trester), Kojizucke (mit Koji-Pilz geimpfter Reis), Misozuke (Miso), Nukazuke (Reis-Kleie), Tamarizuke (Sojasauce), klassische Tsukemono, Ume Shigoto (z. B. Umeboshi).
Eingelegt und fermentiert werden dabei alle erdenklichen Gemüse. Hauptsächlich solche, die auch bei uns gut erhältlich sind.
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Der Schwierigkeitsgrad
Die Rezepte sind überwiegend einfach, manche sind aber auch aufwändiger und langwieriger. Die Dauer des Einlegens reicht von wenigen Minuten bis hin zu Tagen, Wochen und Monaten.
Die Zielgruppe
Wer sich für Japan und/oder Fermentation interessiert, sollte sich dieses Much mal ganz genau ansehen.
Die Zutaten
Gutes Gemüse findet man in (Bio-) Supermärkten, auf Wochenmärkten und bei Erzeugern. Richtiger Hinweis im Buch: Wegen der Einfachheit der Rezepte sind Qualität und Geschmack der Zutaten entscheidend.
Die Autorin
Wir zitieren aus dem Buch: Yoko Nakazawa ist Botschafterin der japanischen Lebenskunst. In Japan geboren und aufgewachsen, wurde ihr das Wissen um die traditionelle Herstellung von Fermenten und Pickles bereits in die Wiege gelegt. Da ihr Vater Gemüse anbaute und ihre Mutter dieses sorgfältig einlegte, entwickelte sie früh eine tiefe Wertschätzung für die Rhythmen der Natur und die Schönheit saisonaler Ernährung.
Heute lebt und arbeitet Yoko Nakazawa in Australien. Als Gründerin von »Cooking with Koji" teilt sie ihre Leidenschaft für traditionelle Esskultur in praktischen Workshops sowie auf Bauernmärkten. Sie weckt dort die Faszination für authentische Misopaste sowie Tsukemono und hilft Menschen dabei, die Schönheit der Fermentation wiederzuentdecken.
Die Optik
Das Buch hat ein sehr gutes Format, ein wunderbares Layout und eine sehr sinnliche Foodfotografie. Die Zeichnungen fallen nach unserem Geschmack etwas aus dem Rahmen.
Das Fazit
Ein wunderbares Buch, das uns die japanische Esskultur näherbringt und unsere (gesunde) Ernährung bereichern kann.

Benjamin Cordes
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