Grün. Warm. Gut.
Vegetarische Rezepte für die Seele
Das Kochbuch
Wer „Rezepte für die Seele“ verspricht, verspricht damit ein Gefühl: Wohlige Gerichte, bei denen man nicht viel nachdenken muss, um sie zu verstehen. Gerichte, die gut tun. Und dieses Kompliment muss man dem Kochbuch machen: Es erfüllt dieses Versprechen von der ersten bis zur letzten Seite.
Die Rezepte
…sind aus unterschiedlichen Länderküchen inspiriert, Italien liegt jedoch (ohne es genau nachgezählt zu haben) eindeutig vorne. Die Gerichte sind vielseitig, haben ganz überwiegend einen herzhaften (Umami-) Charakter und bringen durchaus auch die ein oder andere Kalorie mit. Aber wir sind die letzten, die ein gutes Gericht dafür verdammen würden.
Insgesamt sind die Rezepte eine gute Mischung aus eigenen Kreationen, bekannten Klassikern und schönen Cross-over-Ideen.
Beispiele sind Pilzfrikadellen „Schwedische Art“ (wie Köttbullar), Austernpilz-Stroganoff, Cremige Pasta in Butternut-Rosmarin-Sauce, Nudelauflauf mit Erbsen und Knusperhaube, wärmendes Pilzragout, cremiger Mais-Gurken-Salat, gebackener Feta mit Feigen und Pistazien, geröstetes Brioche mit karamellisierter Kokos-Banane, Süße Piroggi mit Heidelbeeren und Schmand.
Der Schwierigkeitsgrad
…variiert zwischen einfach und mittelschwer.
Die Zielgruppe
Soulfood-Fans aufgepasst: Dies ist euer Buch!
Die Zutaten
…findet man in jedem guten (Bio-)Supermarkt.
Die Autorin
Wie zitieren den Verlag: Sandra Mühlberg begeistert auf Instagram über 175.000 Follower mit kreativen Rezepten. In ihrem Kochstudio in der Lüneburger Heide veranstaltet sie regelmäßig Kochevents und verbindet Social Media mit echter Küchenlei-denschaft.
Die Optik
Das Buch hat das typische Callwey-Sonderformat: groß und annähernd quadratisch. Das geht auf Kosten der Handlichkeit, macht aber Eindruck. Die Fotografie, die Sandra Mühlberg natürlich auch gleich übernommen hat, macht Appetit. Es zeigt sich jedoch (mal wieder), dass die Ästhetik mit der Nähe nicht unbedingt zunimmt. Bei manchen Bildern hält man das Buch lieber ein ganzes Stück weg von den Augen.
Das Fazit
Ein sehr gelungenes Kochbuch-Debut. Glückwunsch!

Benjamin Cordes
Kochbücher von Sandra Mühlberg











